autartec®

Projekt

Der Innovative Wachstumskern autartec® entwickelt in der Region Südbrandenburg/Ostsachsen funktionstragende Strukturkomponenten für Gebäude und Siedlungen mit weitgehend autarker Strom-, Wärme- und Wasserversorgung.

Das Projektkonsortium, bestehend aus klein- und mittelständischen Industriefirmen, Ingenieurunternehmen, wissenschaftlichen Institutionen und künftigen Anwendern hat sich zum Ziel gesetzt, bekannte Technologien zur solaren Strom- und Wärmeerzeugung, dezentralen Speicherung, Mikrofiltration und Entkeimung so weiterzuentwickeln, dass sie sich in die Struktur einer Gebäudehülle integrieren lassen. So wird der Wohnraum derart ausgestatteter Gebäude nicht über Gebühr durch aufwendige Versorgungstechnik eingeschränkt und bauphysikalische Synergien können erschlossen werden.

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und gliedert sich in drei Verbundprojekte.

Verbundprojekt I

Funktionsintegrierte Bauelemente aus Textilbeton

Die Entwicklung dafür geeigneter Technologien steht im Mittelpunkt des von der AIB GmbH geleiteten Verbundprojekts I. Der wissenschaftliche und technische Fokus liegt auf der Technologieentwicklung für Textilbetonbauelemente und umfasst eine Vielzahl bautechnischer Themen wie:

  • Architektonisches Gebäudekonzept
  • Entwicklung eines Grundkörpers für funktionsintegrierte Bauelemente
  • Entwicklung eines Wandsystems, einer Speichertreppe und eines Schwimmkörpers durch Abstimmung und Funktionalisierung des Grundkörpers

 

Verbundprojekt II

Strukturintegrierbare Ver- und Entsorgungssysteme

Um in seinem Wohn- oder Arbeitsumfeld einhundertprozentig autark mit Strom, Wärme, Kälte und vor allem auch mit Wasser versorgt zu sein, benötigt man aufwändige Anlagentechnik, was mit einem unverhältnismäßig hohen wirtschaftlichen Aufwand verbunden ist.

Das vom Fraunhofer IVI geleitete Verbundprojekt II enthält daher sämtliche Forschungsarbeiten zur Lösung der energie- und versorgungstechnischen Fragestellungen sowie zur Entwicklung der entsprechenden Anlagentechnik. Dies umfasst folgende Teilvorhaben:

  • Funktionskomponenten elektrisches und thermisches Versorgungssystem
  • Abwasser- und Wasseraufbereitungssystem
  • Komponentenübergreifendes Bedien- und Steuerungsmodul

Verbundprojekt III

autartec® Technologieplattform: Bau- und produktionstechnische Grundlagen funktionstragender Gebäudestrukturen

Durch den weitgehenden Autarkieanspruch, die leichte Gebäudekonstruktion in Textilbeton bzw. Leichtbaustoffen und die große Menge zu integrierender Anlagentechnik ist im Projekt ein umfassendes Portfolio an wissenschaftlich-technischen Fragestellungen zu lösen. Dazu zählen insbesondere Statik und Auftrieb, optimierte Anordnung der Energiegeneratoren, ein gesundes Raumklima, Einflüsse von Wetter und Klima sowie die Einhaltung energiepolitischer Vorgaben.

 

Daher untergliedert sich das Verbundprojekt III untergliedert in die fünf Themenschwerpunkte

  • architektonische und bautechnische Grundlagenentwicklung,
  • Leichtbausandwichstrukturen,
  • Konzept- und Designstudien,
  • produktionstechnische und logistische Verfahren und
  • autartec®-Entwurfswerkzeuge und -Simulationstools.

Ziel ist die Integration der autartec®-Technologien in ein auch architektonisch wegweisendes Versuchsgebäude für autarkes Wohnen.

 

Entwurf – FreiLichtHaus

Ufernahe Besiedlungen und vor allem die »schwimmende Architektur« bieten Gestaltungsfreiräume und besonders günstige Bedingungen für eine zumindest semiautarke Energie- und Wasserversorgung. Im Projekt ist daher ein Entwurf für ein schwimmendes Haus enstanden, an dem die Integration der einzelnen autartec®-Komponenten erprobt und öffentlichkeitswirksam demonstriert werden soll.

Das Architektur- und Designkonzept autartec®-FreiLichtHaus symbolisiert mit dem schwimmenden Haus in der Neuen Landschaft Lausitz eine freiheitliche und autarke Wohnkultur für drei zusammenhängende Medien- bzw. Energiebereiche: elektrische Energie, thermische Energie und wassertechnische Aufbereitung.

Architektonisch spiegeln sich die jeweiligen Autarkiebereiche am Gebäude in unterschiedlichen und sich durchdringenden Kuben wider. Das skulpturale Erscheinungsbild des Baukörpers ist topologisch in Flächen gegliedert, die für den spezifischen Energieertrag jeweils optimal ausgerichtet sind. Das gestalterische Konzept wird der Experte für schwimmende Häuser Thomas Wilde, Geschäftsführer der Wilde Metallbau GmbH, in Zusammenarbeit mit den übrigen Projektpartnern und durch Integration der autartec®-Technologien bis zum Projektende 2017 in die Praxis umsetzen.

Der Entwurf wurde 2015 für den Designpreis Brandenburg eingereicht und auch auf der Dresdner Messe Bauen Kaufen Wohnen 2015 präsentiert.

Partner

Das autartec®-Konsortium besteht aus 15 Mitgliedern und einem assoziierten Mitglied. Vertreten sind Forschungseinrichtungen, KMUs und Ingenieurfirmen.

Eine Liste der Partner und ihrer Profile finden Sie unter folgendem Link: