Oktokopter HORUS

Fliegende Sensorplattform

Zur Erfassung von Messdaten und der Erstellung von Fotoaufnahmen in schwer zugänglichen Bereichen bedarf es eines besonders kleinen und wendigen fliegenden Technikträgers, der sich mit einer Vielzahl unterschiedlicher Kamera-, Sensor- und Messtechnik bestücken lässt. Je nach Anwendungsfeld stellt ein solches autonomes Fluggerät auch eine kostengünstige Alternative zur bemannten Befliegung dar. Ausgehend von dieser Motivation entstand am Fraunhofer IVI in Zusammenarbeit mit der Firma Airclip und dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK) der Technischen Universität Dresden der Oktokopter HORUS. 

Die Idee zur Entwicklung einer solchen schwebenden Sensorplattform war hervorgegangen aus einem privaten Projekt, in dem anhand eines Quadrokopters wertvolle Erfahrungen mit diversen Motor-Propeller Kombinationen und verschiedenen mechanischen Aufbauten sowie der Schwingungsentkopplung zwischen Propellern, Rahmen und Elektronik gesammelt wurden.

Beim Aufbau der Elektronik orientierte man sich an der Mikrokopter-Technologie. Basierend auf getesteten Komponenten, die mittels eines Forums und eines eigenen Wikis diskutiert werden, stehen die Einzelheiten dieser Technologie allen Nutzern zur Verfügung und konnten demnach auch bei HORUS zur Anwendung gebracht werden. Nach einigen Systemanpassungen und der Kalibrierung der Sensorik sowie Parametrierung der Regelalgorithmen zeigte sich über viele Tests hinweg ein sehr vertrauenserweckendes und sicheres Flugverhalten.