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IVS-KOM Kick-off

24. Februar 2017

Am 24. Februar fand das Kick-off-Meeting des Forschungsvorhabens IVS-KOM am Fraunhofer IVI statt. Das Projekt ist Teil der vom Land Sachsen geförderten High-Tech-Initiative »Synchrone Mobilität 2023 – Intelligente Verkehrssysteme in Sachsen« und kooperiert eng mit anderen Projekten der Initiative, wie REMAS und SYNCAR.

Zu den Partnern gehören neben NXP Semiconductors Germany GmbH (Projektleitung) und Fraunhofer IVI (Projektkoordination) auch Dresden Elektronik Ingenieurtechnik GmbH, IAV GmbH, Institut für Vernetzte Mobilität (IVM) gGmbH, MUGLER AG, Preh Car Connect GmbH und die TU Dresden – Vodafone Stiftungslehrstuhl Mobile Nachrichtensysteme.

Wichtige Ziele des IVS-KOM-Projekts sind:

  • Entwicklung, Test und Validierung eines Referenzsystems zur IVS-Kommunikation mit heterogenen Technologien,
  • Plattformintegration sowie
  • Empfehlungen für den Einsatz der Kommunikationstechnologien und -netze im IVS-Gesamtkontext.

Im Rahmen des Projekts werden verschiedene Plattformen für On-Board Units in Fahrzeugen, straßenseitige Roadside Units und Lichtsignalanlagen entwickelt. Diese Plattformen sollen in realen Umgebungen im öffentlichen Verkehr getestet und für Anwendungen der Fahrzeugautomatisierung validiert werden.

Offizielle Verkündung des Living Lab Northern Nevada

»Intelligent Mobility« – Lösungen für einen sicheren, umweltfreundlichen und effizienten Verkehr

19. Januar 2017

Seit dem ersten Besuch des Gouverneurs von Nevada am Fraunhofer IVI im Juli 2015 laufen auf beiden Seiten verschiedenste Anstrengungen zum Aufbau digitaler Testfelder für autonomes Fahren in Sachsen und Nevada. Im Ergebnis entsteht nun ein »Living Lab« im Bundesstaat Nevada, das Lösungen für einen sicheren, umweltfreundlichen und effizienten Verkehr erforschen will. Aufbauend auf der Expertise der Universität von Nevada liegt der Schwerpunkt auf dem öffentlichen Verkehr.

Für die Auftaktphase bieten sich die modernen Elektrobusse des regionalen Herstellers Proterra an. Hierbei wird untersucht, wie Fahrzeuge ihre Umgebung wahrnehmen und wie sie mit anderen Fahrzeugen, der Infrastruktur (z. B. Signalanlagen) sowie mit Personen über deren Smartphones kommunizieren. Im Zentrum der Entwicklungsarbeit, in die u. a. auch Studenten der lokalen Universitäten einbezogen werden, steht die Erforschung von synchroner und emissionsarmer Mobilität.

Neben Projektpartnern wie dem Gouverneursbüro für wirtschaftliche Entwicklung, den Städten Reno, Sparks und Carson City sowie weiterer regionaler Unternehmen und Einrichtungen ist das Fraunhofer IVI Mitglied des Konsortiums. Das Institut schlägt eine Brücke zwischen der »Intelligent Mobility«-Initiative und aktuellen Aktivitäten im Bereich »Living Labs« auf deutscher Seite. »Durch die Kooperation mit Fraunhofer gewinnt die Initiative global an Bedeutung und sorgt somit für internationale Sichtbarkeit der Arbeiten,« sagt Steve Hill, Leiter des Gouverneursbüros für wirtschaftliche Entwicklung.

Weitere Informationen

http://www.unr.edu/nevada-today/news/2017/intelligent-mobility-launches

http://www.rgj.com/story/news/education/2017/01/18/unr-test-autonomous-technology-reno-buses/96731526/

Preisverleihung EcoTrain

Im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs »Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen« werden besonders innovative und visionäre Projekte prämiert und sichtbar gemacht. Am 2. November bekam die DB RegioNetz Verkehrs GmbH in Annaberg-Buchholz die von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichnete Urkunde für das Forschungsvorhaben EcoTrain überreicht.

In Kooperation mit der TU Dresden, der TU Chemnitz sowie dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI erfolgt der Umbau eines Triebwagens der Erzgebirgsbahn. Dank des vorgesehenen modularen Hybridantriebssystems, vollständig elektrifizierter Nebenverbraucher und einer umweltfreundlichen CO2-Klimaanlage sollen Diesel- und Energieverbrauch gesenkt und somit Lärm- und Schadstoffemissionen reduziert werden.

Projektabschluss AutoNet2030

Am 27. Oktober 2016 fand der Abschluss des EU Forschungsprojekts »AutoNet2030 – Cooperative Systems in Support of Networked Automated Driving by 2030« auf dem Testgelände AstaZero in Schweden statt.  Die Ergebnisse stellen einen Meilenstein in der Entwicklung des vernetzten, hochautomatisierten Fahrens dar.

In Kooperation von Automobilherstellern, Zulieferern und Forschungsinstituten hat das AutoNet2030-Projekt in den drei Jahren Projektlaufzeit ein System zum kooperativen Fahren in Konvois entwickelt. Das System integriert drei wesentliche Komponenten – kooperative dezentralisierte Steuerung der Fahrzeuge, Kommunikation zur Unterstützung automatisierter Fahrmanöver sowie On-Board Sensorik für hochgenaue Positionierung und zuverlässige Erfassung der Umgebung.

Der Workshop zum Projektabschluss bestand aus Fachvorträgen und Fahrdemonstrationen. Dr. Andreas Festag, Gruppenleiter »Kooperative Systeme« am Fraunhofer IVI, präsentierte in seinem Vortrag Erweiterungen der Kommunikationstechnologien für kooperatives automatisiertes Fahren. Die Fahrdemonstrationen zeigten das Fahren von drei Fahrzeugen in einer Konvoi-Formation mit kooperativen, automatisierten Fahrmanövern zum Fahrstreifenwechsel. Ein besonderer Aspekt war Mischverkehr aus automatisierten Fahrzeugen und einem manuell-gesteuerten Fahrzeug. Das Fraunhofer IVI unterstützte die Fahrdemonstration mit einem Demonstrator zur Visualisierung der Kommunikation und der automatisierten Fahrmanöver.

Kick-Off AutoTruck

Eine Woche nach Beginn der dreijährigen Projektlaufzeit startete am 8. September das Forschungsvorhaben AutoTruck mit einem Treffen der neun Partner in Lehrte.

Unter Federführung der Götting KG sollen bis Herbst 2019 Technologien wie

  • hochgenaue Ortung und Navigation,
  • sichere Kollisionsvermeidung,
  • Car-2-Infrastructure-Kommunikation,
  • Echtzeit-Manöverplanung sowie
  • selbsttätiges Docken

für den vollautomatischen kooperativen Betrieb von Nutzfahrzeugen in geeigneten Automatisierungszonen entwickelt und in einem Logistikzentrum mit angrenzenden Erschließungsstraßen demonstriert werden.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Fachprogramms »Neue Fahrzeug- und Systemtechnologien« gefördert.

Projektabschluss EmiD

26. September 2016

Die Abschlussveranstaltung mit begleitendem Workshop für Fuhrparkverantwortliche zum Projekt »EmiD – Elektromobilität in Dresden« fand am 26. September im Plenarsaal des Dresdner Rathauses statt.

Nach den Grußworten von Bürgermeisterin Eva Jähnigen, Beigeordnete für Umwelt und Kommunalwirtschaft, und Dr. Lutz Bryja, Referatsleiter am Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) stellten die vier Projektpartner ihre Ergebnisse vor. Sebastian Pretzsch, Gruppenleiter am Fraunhofer IVI und Leiter des Forschungsvorhabens, präsentierte in seinem Vortrag ein neu entwickeltes Buchungssystem mit Reichweitengarantie und Ladeempfehlungen.

EmiD ist eines von rund 40 Projekten im Schaufenster Bayern-Sachsen ELEKTROMOBILITÄT VERBINDET und wurde vom Freistaat Sachsen im Rahmen der Schaufensterinitiative der Bundesregierung gefördert.

Eva Jähnigen

Eva Jähnigen

Dr. Lutz Bryja

Dr. Lutz Bryja

Sebastian Pretzsch

Sebastian Pretzsch

IAA Nutzfahrzeuge

22. bis 29. September 2016

Im September präsentierte das Fraunhofer IVI gemeinsam mit der Goldhofer AG seine aktuellen Entwicklungen zur Planung und Genehmigung von Groß- und Schwerlasttransporten.

Dazu zählt auch der neuartige Algorithmus TruckTrix®, der die Befahrbarkeit kompletter Routen automatisch analysiert und so eine objektive Grundlage für die Erteilung von Transportgenehmigungen bietet. Außerdem wird eine Gemeinschaftsentwicklung des Fraunhofer IVI und eines Fraunhofer Spin-offs vorgestellt, die neben TruckTrix® weitere nützliche Tools für eine intuitive, zuverlässige und schnelle online-Planung ermöglicht.

InnoTrans

20. bis 23. September 2016

Fraunhofer-Stand auf der InnoTrans 2016

Fraunhofer-Stand auf der InnoTrans 2016

Materialeinsparung, flexible Fertigung und hoher Nutzerkomfort gewinnen bei Schienenfahrzeugen zunehmend an Bedeutung. Auf Basis von Analysen und Simulationen der Passagierströme im Fahrgastinnenraum lassen sich Grundrisse von Wagenkästen optimieren. Massenreduzierte Fertigung der Seitenwand mit individuellen Türausschnitten können durch verzugsarm lasergeschweißte und voll angeschlossene Integralstrukturen erfolgen. Das Fraunhofer IVI und Fraunhofer IWS aus Dresden präsentieren auf der Fachmesse InnoTrans 2016 gemeinsam technische Umsetzungen zur Passagierstromsimulation und zu Fertigungstechniken des wärmeeintragsarmen und hoch-effizienten Laserschweißverfahrens.

Die InnoTrans als internationale Leitmesse für Verkehrstechnik fand vom 20. bis 23. September 2016 in Berlin statt.  

Fachtagung »Intelligente Lösungen für effiziente Mobilität«

15. September 2016

Im Mittelpunkt der von der Sächsischen Energieagentur (SAENA) durchgeführten Fachtagung »Intelligente Lösungen für effiziente Mobilität« standen Visionen und Herausforderungen zum Themen Digitalisierung und Vernetzung im Verkehrsbereich. Sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen präsentierten ihre Kompetenzen und gaben einen Einblick in laufende Entwicklungen, neueste Technologien sowie praktische Erfahrungen. Professor Matthias Klingner sprach in seinem Schlussvortrag »Synchrone Mobilität in Dresden – Synchronized Mobility in Nevada« über laufende internationale Aktivitäten und Kooperationen.

Auf der dazu einberufenen Pressekonferenz stellten sich hochrangige Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik den Fragen der interessierten Journalisten.

Offizieller Beginn des Projekts IN2SMART

1. September 2016

»Intelligent Innovative Smart Maintenance of Assets by Integrated Technologies« (IN2SMART) ist der Titel des ersten Forschungs- und Innovationsprojekts des Shift2Rail Joint Undertaking, an dem das Fraunhofer IVI teilnimmt. IN2SMART startete am 1. September 2016 und hat eine Laufzeit von drei Jahren. Ein Konsortium aus 19 Partnern – zusammengestellt aus den Gründungs- und assoziierten Mitgliedern des Joint Undertakings und koordiniert durch ANSALDO STS (Italy) – wird gemeinsam an Themen aus dem Bereich Systeme und Strategien für die intelligente Wartung und Instandhaltung arbeiten, so wie im Shift2Rail-Call S2R-CFM-IP3-02-2016 gefordert. Alle im Projekt IN2SMART ausgeführten Tätigkeiten beziehen sich auf das Innovationsprogramm 3 »Cost-efficient, sustainable and reliable high capacity infrastructure«, und insbesondere auf die Technical Demonstrators TD3.6 »Dynamic Railway Information Management System (DRIMS)«, TD3.7 »Railway Integrated Measuring and Monitoring System (RIMMS)«, und TD3.8 »Intelligent Asset Management Strategies (IAMS)«.

Innerhalb des Projekts IN2SMART wird das Fraunhofer IVI das Work Package 9 »Asset Management and Decision Support« leiten, das die Grundlagen für das zukünftige Asset Management in Bahninfrastrukturen legen soll. Das Hauptziel von WP9 ist die Erarbeitung und Untersuchung eines generischen Prozesses der Entscheidungsunterstützung für die Instandhaltungsplanung. Die Voraussetzungen und Spezifikationen für die Entscheidungsunterstützung werden unterschiedlichen Geschäftsszenarios entnommen, die von verschiedenen, in das Projekt eingebundenen Infrastruktureignern und -betreibern, Bahnunternehmen, Wartungsfirmen und Dienstleistern beigesteuert werden.

Beitrag des Fraunhofer IVI auf der 10. Fachtagung »Wärmemanagement des Kraftfahrzeugs«

9. - 10. Juni. 2016

Schema der Regelungsstrategie zur Optimierung des Energiebedarfs für die Fahrzeugklimatisierung

Schema der Regelungsstrategie zur Optimierung des Energiebedarfs für die Fahrzeugklimatisierung

Im Rahmen des von der EU geförderten Projektes iCOMPOSE entwickelt das Fraunhofer IVI zusammen mit der AVL List GmbH in Graz eine modellbasierte Regelungsstrategie zur Optimierung des Energiebedarfs für die Klimatisierung von Fahrzeugen. Die in diesem Zusammenhang entwickelte Modellbibliothek und Simulationsumgebung, sowie erste Ergebnisse der Reglervalidation wurden jüngst im Rahmen der 10. Tagung »Wärmemanagement des Kraftfahrzeugs« einem breiten Fachpublikum vorgestellt.

Dieser und weitere Fachbeiträge zum Thema sind ab sofort in Buchform verfügbar.

Lange Nacht der Wissenschaften 2016

10. Juni 2016

Auch in diesem Jahr nutzten knapp 900 Besucher die Möglichkeit, faszinierende Einblicke in ausgewählte Forschungsprojekte des Fraunhofer IVI zu erhalten. Unter dem Motto »Staunend durch die Nacht« konnten die Gäste auf leisen Sohlen ihre Runden auf dem Testoval drehen – entweder als Fahrer eines Elektro-Pkw oder als Passagier in einem Plug-In-Hybridbus. Die virtuelle Besichtigung des autartec®-Hauses mittels einer Augmented-Reality-Anwendung begeisterte Groß und Klein. Neben Mal- und Bastelangeboten gab es für die Jüngsten eine Schatzsuche, bei der sie zukunftsträchtige Ortungstechnologien kennenlernen konnten.

Das Fraunhofer IVI war wieder einmal die Startstation der Sondertour des Dresdner Oberbürgermeisters Dirk Hilbert. Vor der offiziellen ERöffnung hatten die hochrangigen Gäste, zu denen auch die Sächsische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Dr. Eva-Maria Stange gehörte, die Möglichkeit, die zahlreichen Angebote des Fraunhofer IVI als erste wahrzunehmen.

Hohe Resonanz auf den Anwendertag »Elektrischer Lieferverkehr«

31. Mai 2016

Knapp 70 Experten aus Logistik, Kommunen, Branchenverbänden, Fahrzeugherstellern und angewandter Forschung führte der Anwendertag »Elektrischer Lieferverkehr« am 30. und 31. Mai am Fraunhofer IVI in Dresden zusammen. Von kontrovers diskutierten politischen Randbedingungen, über die herstellerneutrale Beschreibung technischer Möglichkeiten bis hin zur Perspektive der Fahrzeughersteller sowie Fahrzeugnutzer – insbesondere Spediteure und Logistiker – wurden unterschiedliche Sichtweisen erörtert und Interessenslagen abgeglichen. Von der Gelegenheit, verschiedene – für den Lieferverkehr relevante – elektrische Fahrzeuge unterschiedlicher Klassen wie Kleintransporter, Lastenpedelec, Pkw bis hin zum Lkw selbst zu »erfahren«, wurde reger Gebrauch gemacht. Geplant ist, das Veranstaltungsformat als einen regelmäßigen Branchentreff der elektromobilen Logistik zu etablieren.

EUSTO Abschlusskonferenz

Vom 26. bis 27. Mai 2016 fand die Abschlusskonferenz des EUSTO-Projekts mit dem Titel »Towards Secure Transport Systems« statt. Die Veranstaltung wurde im Kulturrathaus Dresden abgehalten und geleitet von Dr. Ralf Hedel vom Fraunhofer IVI.

Ziel der Konferenz war es, Forscher und Anwender aus den Bereichen Überlandtransport und dessen Schutz zusammenzubringen, um die Zusammenarbeit zu stärken und Kooperationen voranzutreiben. Redner aus mehreren europäischen Ländern und den USA hielten Vorträge zum Schutz von Transportinfrastrukturen und zu sicheren Betriebsabläufen. Themenschwerpunkte waren dabei neuartige Bedrohungen, Best Practice und technische Innovationen. Am Ende der Veranstaltung konnten Redner und Zuhörer sich an einer Diskussion über wichtige Themen der künftigen Forschung und Entwicklung beteiligen.

Forschung zum Mitfahren: Fraunhofer testet neuen Hybrid-Gelenkbus auf der Linie 61

23. Mai 2016

Bis 30. Juni 2016 testet das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI gemeinsam mit der Dresdner Verkehrsbetriebe AG einen hochmodernen Plug-In-Hybridbus im Fahrgastbetrieb auf der Linie 61. Der weiß-grüne Gelenkbus ist werktags bis zu vier Mal täglich zusätzlich zum normalen Fahrplanangebot im Einsatz. Das Testfahrzeug kann bis zu 15 Kilometer rein elektrisch zurücklegen, danach schaltet sich der Dieselantrieb zu. Es eignet sich damit insbesondere für den Einsatz auf Linien, die durch städtebaulich sensible Bereiche führen. Zugleich verfügt der Bus über die technologischen Freiheitsgrade eines Dieselbusses.

 

Veranstaltung zum automatisierten Fahren bei der Bayerischen Wirtschaft vbw

Unter dem Motto »Deutschland hat Zukunft« fand am 2. Mai 2016 im Haus der Bayerischen Wirtschaft vbw eine Veranstaltung zum Thema »Automatisiertes Fahren – Infrastruktur« statt. Während Bundesminister Alexander Dobrindt die Strategien und Maßnahmen der Bundesregierung ausführlich erläuterte, sprach Prof. Matthias Klingner vom Fraunhofer IVI über den aktuellen Stand der Technik und ging auf die Inhalte derzeitiger und geplanter Forschungsvorhaben ein.

Im Rahmen der anschließenden Podiumsdiskussion nutzten die mehr als 100 interessierten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, den hochkarätigen Gästen, zu denen auch das Vorstandsmitglied der AUDI AG, Dr. Stefan Knirsch, der Regionalleiter Bayern von KÜHNE + NAGEL, Henning R. Mack, sowie Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw zählten, Fragen zum autonomen Fahren sowie dem Einsatz Intelligenter Verkehrssysteme zu stellen.

Startschuss für den Test des RMVSmart-Tarifsystems

© Foto RMV

Screenshot aus dem Produktvideo

RMVsmart – unter diesem Namen testet der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) derzeit ein völlig neues ÖPNV-Tarifangebot. Zunächst 20.000 Nutzer können dieses Angebot seit April mit ihrem Smartphone nutzen. Es kombiniert leistungsgerechte Preise im Schienennetz mit Pauschalpreisen für Bus und Tram. Die von Fahrgästen kritisierten großen Preissprünge an Zonengrenzen des heutigen RMV-Tarifs entfallen damit.

Das Fraunhofer IVI entwickelte gemeinsam mit dem RMV und der WVI GmbH die konzeptionellen Grundlagen des neuen Tarifangebots und stellte eine innovative Softwaretechnologie für den zentralen RMVSmart-Tarifrechner bereit.

Mehr Informationen:

Leipziger E-Buslinie 89 gestartet

2. Mai 2016

Am 2. Mai 2016 wurde im Beisein des Leipziger Oberbürgermeisters Burkhard Jung ein Batteriebus auf der Linie 89 der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) im Rahmen des Projektes EBus Batterfly offiziell in Betrieb genommen. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um den EDDA-Bus des Fraunhofer IVI, der zusammen mit einer Ladestation für den Testbetrieb zur Verfügung gestellt wurde. Der Bus verkehrt im regulären Liniendienst zwischen dem Hauptbahnhof und der Endhaltestelle Connewitz, Kreuz, wo die Batterien des Busses nach jedem Umlauf nachgeladen werden. Hierfür wird die planmäßige Wendezeit verwendet, so dass keine zusätzlichen Einsatzzeiten erforderlich sind.

Betrieben wird der Bus durch die LVB. Um den Infrastrukturaufwand zu minimieren, wird die Ladestation über das Bahnstromnetz der Leipziger Straßenbahn mit elektrischer Energie versorgt. Ziel des Probebetriebs ist die Bewertung der Einsatzmöglichkeiten von Batteriebussen mit Gelegenheitsladung im Leipziger Liniennetz. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms »Schaufenster Elektromobilität« finanziell durch die Bundesregierung unterstützt.

Fraunhofer IVI mit Vortrag und Poster bei Kraftwerk Batterie

Die Tagung »Kraftwerk Batterie«, die vom 25. bis 27. April 2016 in Münster stattfand, präsentierte neueste Entwicklungen und Trends in allen Bereichen der Batterieentwicklung. Das Fraunhofer IVI war mit einem Vortrag und einem Poster vertreten.

Der Vortrag mit dem Titel »Increased Functional Safety: Redundant Temperature Estimation of Automotive Batteries« stellt eine kostengünstige Methode vor, die anhand von Impedanzmessungen Überhitzungen in Batteriemodulen frühzeitig erkennt. Das Besondere an der Methode ist, dass sie eine Temperaturbestimmung von Batterien ohne Nutzung konventioneller Temperatursensoren ermöglicht.

Das Poster zum Thema »Enhancement of Battery Lifetime Using Model Predictive Control of Hybrid Energy Storage System« illustriert die Entwicklung und Wirkung eines modellprädiktiven Reglers zur Steuerung der Leistungsflüsse in dualen Speicherkonfigurationen mit dem Ziel, die Batterielebensdauer positiv zu beeinflussen.

Die dargestellten Entwicklungsergebnisse fügen sich nahtlos in die langjährigen Forschungsaktivitäten des Fraunhofer IVI zu Fragen der Batteriesystemtechnik und Algorithmik ein.

Fraunhofer IVI begleitet den Batteriebuseinsatz in Bonn

28. April 2016

Unter dem Motto »Unsere e-Mission für Bonn.« haben die Stadtwerke Bonn am 28. April 2016 sechs Batteriebusse feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Die im Rahmen des EU-Projektes ZeEUS beschafften Fahrzeuge werden in den nächsten Wochen Schritt für Schritt in den regulären Liniendienst überführt. Ziel ist es, ihre Einsatzfähigkeit im Bonner Liniennetz anhand verschiedener Kriterien zu bewerten. Hintergrund ist das Ziel der Stadtwerke Bonn, bei einer technischen und finanziellen Machbarkeit alle Busse in den kommenden Jahren auf rein elektrischen Betrieb umzustellen.

Das Fraunhofer IVI begleitet den Einsatz wissenschaftlich und ermittelt den spezifischen Energieverbrauch pro Kilometer in Abhängigkeit von der Streckencharakteristik. Hierfür wurde Messtechnik verbaut, die eine abschnittsweise Erfassung von Energieverbräuchen ermöglicht. Durch einen Abgleich mit anderen Linienabschnitten kann damit die Machbarkeit eines Batteriebuseinsatzes im gesamten Liniennetz besser bewertet werden.

Virtuelle Besichtigung des autartec®-FreiLichtHauses

Prof. Klingner im Interview mit einer Journalistin der Elsterwelle

Das Projekt autartec® macht erfreuliche Fortschritte. Seit der ersten öffentlichen Veranstaltung – dem virtuellen Richtfest im Jahr 2015 – hat das autartec®-Konsortium mit großem Eifer weiter geforscht, entwickelt und geplant. Der damals vorgestellte Entwurf autartec®-FreiLichtHaus ist in die Planungsphase überführt worden und die Realisierung ist angestoßen.

Am 21. April 2016 bestand unter dem Motto »autartec® – vom Entwurf zur Realisierung« die Gelegenheit zu einer ersten virtuellen Besichtigung. Das zahlreich anwesende Fachpublikum konnte sich vom Projektfortschritt überzeugen.

Eingerahmt wurde die Veranstaltung von einem Fachprogramm, das neben Gastvorträgen zu »Smart Living Technologies« oder »architektonische Gestaltungsoptionen mit Photovoltaik« auch den autartec®-Einzeltechnologien die Möglichkeit zur Präsentation auf der begleitenden Hausmesse bot.

Das Highlight der Veranstaltung stellte ein computergeneriertes, virtuell begehbares FreiLichtHaus dar. Das 3D-Modell wurde, ganz zeitgemäß und innovativen Technologien verpflichtet, mit Hilfe der Augmented-Reality-Technologie in die reale Seeumgebung eingebettet. Die Tablets und Smartphones der Fachbesucher dienten als Datenbrille, um einen plastischen Eindruck vom FreiLichtHaus zu erlangen.

Zusätzlich drehte ein Team des Regionalsenders Elsterwelle einen Beitrag zum Thema schwimmende Architektur, in dem die bereits bestehenden Häuser auf dem Geierswalder See porträtiert wurden und auch auf das autartec®- Vorhaben Bezug genommen wurde.

Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=EgiNjgwOASI
Weitere Informationen: autartec®-Projektseite

Batteriebus des Fraunhofer IVI auf der new mobility 2016

Auf dem Kongress »new mobility – Mobilität neu denken« mit begleitender Fachmesse, der am 12. und 13. April 2016 auf dem Leipziger Messegelände stattfand, präsentierten über 60 namhafte Aussteller innovative Konzepte, Produkte und Dienstleistungen zur zukünftigen Mobilität in vernetzten Infrastrukturen von Städten und Regionen. Neben multimodalen Verkehrskonzepten und Lösungen für das automatisierte Fahren stand auch das Thema Elektromobilität im Fokus.

In diesem Zusammenhang hatte das Fraunhofer IVI die Gelegenheit, seinen schnellladefähigen Batteriebus am Stand der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) vorzustellen. Die elektromobilen Buskomponenten und das zugehörige Kontaktsystem für die Schnellladung sind im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts »EDDA-Bus« entwickelt und zur Serienreife gebracht worden. Nach einem sehr erfolgreichen mehrmonatigen Praxistest im Dresdner Linienbetrieb soll der Batteriebus in den kommenden Monaten eine weitere Testphase im regulären Busbetrieb der LVB absolvieren.

Gleich im Anschluss an die new mobility 2016 wird der Batteriebus auch auf der Ergebniskonferenz des Schaufensters Elektromobilität präsentiert. Diese findet am 14. und 15. April 2016 ebenfalls auf dem Leipziger Messegelände statt.

Anwendertag »Elektrischer Lieferverkehr«

6. April 2016

In vielen Bereichen des Wirtschaftslebens etablieren sich elektromobile Anwendungen, teilweise aufgrund öffentlichen Interesses und entsprechender Förderung, teilweise jedoch auch durch eigenwirtschaftliche Erwägungen und aufkommende regulatorische Zwänge.

Der Anwendertag »Elektrischer Verteilverkehr« des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI soll Logistikfirmen und Spediteuren, die sich im Zwangsfeld steigender Emissions- und Immissionsschutzrichtlinien, drohender Stadteinfahrverbote und besonders wirtschaftlichen Druckes sehen, eine Möglichkeit zur unabhängigen und neutralen Information über Chancen und Risiken von elektrischem Verteilverkehr bieten. 

Elektrisch unterwegs in Dresden

Der Hybridbus an der Ladestation

Unterstützt durch eine Bundesförderung testen die Dresdner Verkehrsbetriebe AG und das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität Bayern-Sachsen seit dem 21. März 2016 einen Plug-In-Hybridbus im Liniendienst. Der vom schweizerischen Hersteller Carrosserie Hess AG gelieferte Gelenkbus ist mit einer Hochleistungsbatterie und Leistungselektronik der Firma Vossloh Kiepe GmbH ausgerüstet. Die Nachladung erfolgt am Betriebshof Dresden-Gruna über ein Stromabnehmersystem der Firma Schunk.

Die installierte Batterie hat einen nominellen Energieinhalt von 48 kWh und kann mit einer Leistung von bis zu 330 kW geladen werden. Mit Hilfe der nutzbaren Energiemenge von 38 kWh kann der Bus bis zu 15 km rein elektrisch betrieben werden. Er eignet sich daher insbesondere für den Einsatz auf Linien, die durch städtebaulich sensible Bereiche führen.

Neben der rein elektrischen Fahrfunktion sowie der externen elektrischen Nachladung wird ein selbstlernendes und adaptives Energie- und Leistungsmanagement für Hybridbusse getestet. Dieses passt sich an die Charakteristik einer jeden Linie selbstständig an und hat zum Ziel, den Kraftstoffverbrauch zu minimieren.

Der mehrmonatige Einsatz erfolgt auf der topographisch anspruchsvollen Linie 61. Diese bietet aufgrund unterschiedlicher Höhenprofile und Fahrgastnachfragen ideale Voraussetzungen für den Test des Energie- und Leistungsmanagements.

Präsentation des Projekts iTESA auf der CeBIT

Vorstellung iTesa am Stand des BMWi durch Herrn E. Pfeiffer (Travelbasys)

Ausschnitt aus der Visualisierung eines Datenstromes im iTESA-Projekt.

Unter dem Motto »Reiserisiken mindern – sicherer reisen« präsentierte das Fraunhofer IVI in der vergangenen Woche eine erste Prototypen-Visualisierung im Projekt iTESA (intelligent Travellers Early Situation Awareness) auf der CeBIT. Das System soll zukünftig mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit bieten, die Fürsorgepflicht für Reiserisiken ihrer Mitarbeiter zu stärken. Dazu werden große, frei im Netz verfügbaren Datenströme in Echtzeit analysiert und bei Status-Quo-Veränderungen wie beispielsweise Naturkatastrophen, politischer Instabilität oder Gesundheitsgefährdungen an die Reisenden oder deren Verantwortliche weitergeleitet.

Das Konsortium, neben dem Fraunhofer IVI bestehend aus der Software AG, Travelbasys als TUI IT-Dienstleister, Inquence und dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz, präsentierte die Ergebnisse auf dem Smart Data Messestand des BMWi. Zusätzlich hielt der Fraunhofer IVI-Wissenschaftler André Rauschert einen Vortrag mit dem Titel »Die digitale Befähigung des Mittelstands – das DRP-Modell«.

IVIon auf der Energy Storage Europe

Messestand der Fraunhofer Energy Alliance

Die Tagung »Energy Storage Europe«, die vom 15. bis 17. März in Düsseldorf stattfand, vereint Messe- und Konferenzcharakter und bot damit eine gute Möglichkeit, die Entwicklungsfortschritte im Bereich der stationären Energiespeicher mit Forschern und Anwendern zu diskutieren.

Das Fraunhofer IVI präsentierte auf der Veranstaltung sein Batteriemonitoringsystem IVIon, das den Zustand kompletter Batteriemodule überwacht und u. a. mittels Mobilfunk in einer Datenbank hinterlegt. Dabei werden neben den Positionsdaten insbesondere die Spannungs- und Temperaturmesswerte der Batterien übertragen und analysiert. Anhand dieser Messdaten werden Alterungsbestimmungen in Echtzeit ausgeführt, wodurch es möglich ist, jederzeit die Leistungsfähigkeit des Batteriemoduls zu überprüfen. Aufgrund dieser Charakteristiken ist der Ansatz sowohl für die Nutzer als auch die Anbieter von Batteriemodulen gleichermaßen attraktiv.

Das Fraunhofer IVI wird Teil von Shift2Rail

Das Fraunhofer IVI ist Mitglied im Konsortium Smart DeMain, das kürzlich zu einem der 19 assoziierten Mitglieder des Shift2Rail-Programms gewählt worden ist.

Im Zeitraum von 2016 bis 2023 wird das Konsortium, bestehend aus den Partnern Strukton Rail, Acciona, DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V.), CEMOSA und Fraunhofer, innerhalb des Programms ganzheitliche Lösungen für den Entwurf und die Instandhaltung von Infrastrukturkomponenten und -systemen erarbeiten.

Weitere Informationen:

Elektromobile Flotten-Logistik: Projekt iHub gestartet

7. März 2016

© Foto Institut für postfossile Logistik

Schon seit Januar arbeitet das Konsortium an seinen Aufgaben, jetzt wurde das Projekt offiziell gestartet – an der Berliner Geschäftsstelle des Konsortialführers Schenker Deutschland AG wird die Zukunft des Flottenmanagements in der Stückgut-Logistik eingeleitet: Der Hersteller von Elektro-Lkw, FRAMO GmbH, das Softwarehaus PTV AG sowie die Forschungsinstitute Fraunhofer IVI und Institut für postfossile Logistik PFL entwickeln gemeinsam das IT-gestützte System iHub zur Steuerung von gemischten dieselbetriebenen und elektrischen Lkw-Flotten für ein Logistikzentrum.

Das Vorhaben wird im Rahmen des Programms »IKT für Elektromobilität III« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gefördert, ist damit Teil der »Digitalen Agenda 2014 bis 2017« und unterstützt darüber hinaus die im Regierungsprogramm Elektromobilität beschriebenen Forschungsziele.

Die Elektromobilität stellt für die Stückgutlogistik eine besondere Herausforderung dar: Für die Branche ist es von besonderer Bedeutung, schnell, pünktlich und zuverlässig zu sein. Deshalb benötigen Logistikdienstleister Transportmittel, die stets ohne Einschränkungen zur Verfügung stehen. Elektrofahrzeuge haben durch die restriktive Nachladenotwendigkeit einen scheinbaren Nachteil gegenüber dieselbetriebenen Lkw. Eine Integration von Elektro-Lkw in die Fahrzeugflotten von Logistikdienstleistern erfordert daher eine intelligente Steuerung, die diesen Nachteil ausgleicht und mittels einer dynamischen Tourenplanung Transportaufträge nur dann einem Elektro-Lkw zuteilt, wenn dieser den Auftrag mit der gleichen Zuverlässigkeit erledigen kann wie ein Diesel-Lkw. Diese Steuerung ist die Hauptaufgabe des zu entwickelnden Systems iHub.

Neben den technischen Herausforderungen wird das System außerdem darauf achten, dass die zu entwickelnde Lösung eine wirtschaftliche Alternative zu den klassischen Lkw-Flotten darstellt. Dafür wird für die Optimierung der wirtschaftlichen Effizienz der Gesamtflotte unter anderem der »State of Use«, der Abnutzungsgrad der Fahrzeugbatterien, herangezogen, um einen gleichmäßigeren Einsatz der Elektrofahrzeuge zu ermöglichen.

Mithilfe der Systeme, die im Vorhaben entwickelt und getestet werden, sollen drei Elektro-Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht von je bis zu 18 Tonnen an der Geschäftsstelle Berlin der Schenker Deutschland AG optimal eingesetzt werden.

Gelingt es, die Systemvorteile der Elektromobilität, wie die geringe Treibhausgas- und Geräuschemission, im Praxiseinsatz einer Mischflotte mit informationstechnischer Hilfe praktikabel zu nutzen, so ist ein wichtiger Entwicklungsschritt hin zu postfossiler, emissionsfreier Logistik getan.