Startschuss für autonome Shuttles im sächsischen ÖPNV

01. April 2026 | Kick-Off für Projekt SIAS-ÖV

Übergabe des Fördermittelbescheids
© Fraunhofer IVI
Staatsminister Dirk Panter übergibt den Fördermittelbescheid an Thomas Otto und Sebastian Pretzsch vom Fraunhofer IVI auf dem Gelände der Leipziger Verkehrsbetriebe.
Das Projektkonsortium bei der Fördermittelübergabe
© Fraunhofer IVI
Vertreter des Projektkonsortiums bei der Übergabe des Fördermittelbescheids.
Gruppenfoto des Kick-Offs am Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Kick-Off-Events am Fraunhofer IVI.

Mit der feierlichen Übergabe des Fördermittelbescheids durch Staatsminister Dirk Panter am 23. März 2026 in Leipzig und dem anschließenden Kick-Off-Event am Fraunhofer IVI fiel der offizielle Startschuss für das Projekt SIAS-ÖV. Die »Sächsische Initiative: Automatisierte Shuttle im ÖPNV« wird den autonomen öffentlichen Nahverkehr im Freistaat entscheidend voranbringen.

Rund 9,5 Millionen Euro Fördermittel stellen der Freistaat Sachsen und die Europäische Kommission für das ambitionierte Vorhaben bereit. Sachsen positioniert sich damit als eine der bundesweiten Modellregionen für autonomen öffentlichen Verkehr.

Demografischer Wandel erfordert neue Mobilitätslösungen

Der öffentliche Nahverkehr steht vor großen Herausforderungen: Fachkräftemangel, steigende Betriebskosten und demografische Veränderungen erfordern innovative Konzepte. Besonders in ländlichen Regionen und zu Randzeiten wird es immer schwieriger, ein flächendeckendes Angebot aufrechtzuerhalten. Automatisierte Shuttles können hier eine wichtige Lücke schließen und neue Mobilitätsangebote für alle Bevölkerungsgruppen schaffen.

Gebündelte Expertise für sichere Integration

Im Projekt SIAS-ÖV arbeitet ein starkes Konsortium aus Wirtschaft und Wissenschaft daran, fahrerlose Shuttlebusse industrieller Hersteller sicher und zuverlässig in den regulären ÖPNV zu integrieren. Die Leipziger Verkehrsbetriebe führen das Konsortium an, das neben dem Fraunhofer IVI die Partner BitCtrl Systems, DEKRA, glts cotech, IAV, TU Dresden und Yunex Traffic umfasst.

Das Fraunhofer IVI bringt seine Expertise in zwei zentralen Bereichen ein: Zum einen entwickelt und erprobt das Institut V2X-Kommunikation sowie digitale Infrastruktur für sicheres vernetzt-assistiertes Fahren. Zum anderen entstehen Sicherheitskonzepte, Monitoring-Systeme und Standards für die Festlegung von Betriebsbereichen sowie eine zuverlässige Technische Aufsicht der automatisierten Shuttles.

Wirtschaftliches Potenzial und zukunftsfähige Arbeitsplätze

»In Sachsen arbeiten innovative Partner an der Mobilität der Zukunft«, betonte Staatsminister Dirk Panter bei der Bescheidübergabe. Das Projekt stärke nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten sächsischen Unternehmen, sondern diene gleichzeitig der gesellschaftlichen Anpassung an demografische Herausforderungen. Das wirtschaftliche Potenzial bei der Verwertung der Projektergebnisse sei sehr hoch – perspektivisch sollen zukunftsfähige Arbeitsplätze entstehen und gesichert werden.

Gemeinsam in die Mobilität von morgen

Das Fraunhofer IVI dankt dem Freistaat Sachsen für das entgegengebrachte Vertrauen und freut sich auf die enge Zusammenarbeit mit allen Projektpartnern. Mit vereinten Kräften wird das Konsortium den Grundstein für einen modernen, zugänglichen und nachhaltigen ÖPNV in Sachsen legen – und damit Maßstäbe für ganz Deutschland setzen.

Das Projekt wird gefördert durch die Europäische Kommission (EFRE-Technologieförderung 2021–2027), den Freistaat Sachsen über das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, sowie die Sächsische Aufbaubank.