Aktuelles

Fraunhofer-Leitprojekt COGNAC leistet wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation in der Landwirtschaft

Abschlussveranstaltung des Smart-Farming-Projekts mit Experten aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Industrie

© Fraunhofer IESE
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Demonstration des CERES Feldroboters

In den vergangenen vier Jahren haben im Fraunhofer-Leitprojekt »Cognitive Agriculture (COGNAC)« neben dem Fraunhofer IVI sieben weitere Fraunhofer-Institute unter der Konsortialführung des Fraunhofer IESE gemeinsam die Herausforderungen und den Stand der Technik in der Landwirtschaft untersucht und Lösungsbausteine in den Bereichen Sensorik, Robotik, Automatisierung, digitaler Datenraum und kognitive Dienste entwickelt. Die Projektergebnisse wurden beim Abschlussevent am 29. September 2022 in Dresden der Öffentlichkeit präsentiert. Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorführung des vom Fraunhofer IVI entwickelten Feldroboters CERES, der über ein vollautomatisches Hochstromladesystem verfügt und damit in der Lage ist, als Träger von Sensorsystemen sowie landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte im 24/7-Betrieb zu arbeiten.

Das Vorhaben COGNAC erforschte Konzepte und Technologien für die digitale Transformation in der Landwirtschaft. Während der Projektlaufzeit von Oktober 2018 bis September 2022 erarbeiteten die acht Fraunhofer-Institute interdisziplinäre Lösungen für Smart-Farming-Anwendungen, um Landwirtinnen und Landwirten in die Lage zu versetzen, in einer digitalisierten Welt hohe Produktivität im Einklang mit Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz oder Produktqualität zu erzielen. Als Projektergebnis steht COGNAC für eine digital transformierte Landwirtschaft: Für landwirtschaftliche Betriebe und Dienstleister sollen durch technologische Entwicklungen einfach und durchgängig zu nutzende Angebote geschaffen werden.

Übergabe der Förderurkunde für Projekt AuRa

Automatisierung des Risikobewertungsverfahrens für Flüge unbemannter Luftfahrtsysteme

© BMDV
Jan-Eric Putze (Droniq GmbH), Bundesminister Dr. Volker Wissing, Susanne Theresa Günther (Fraunhofer IVI)
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Im Rahmen einer feierlichen Übergabe im Bundesministerium für Digitales und Verkehr BMDV 28. September 2022 erhielten das Fraunhofer IVI und die Droniq GmbH ihre Förderurkunden für das Projekt AuRa von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing. Das im August 2022 gestartete Projekt schafft die Grundlagen für eine zukünftige automatisierte Risikobewertung geplanter Drohnenflüge.

Insbesondere bei Flügen, die in die »spezielle Kategorie« fallen, ist eine Risikobewertung zwingend notwendig. Derzeit muss diese Einschätzung händisch und individuell für jeden Flug ausgeführt werden, was teuer und langwierig ist. Schnelle Genehmigungsverfahren sind aber eine Voraussetzung dafür, Drohnenflüge noch besser in den Alltag zu integrieren. Durch die Einführung automatisierter und digitaler Verfahren können die Kosten gesenkt und Zeit gespart werden. Dadurch ist es möglich, mehr Betriebsgenehmigungen in kürzerer Zeit auszustellen und die Attraktivität des Drohnenverkehrs wird gesteigert.

AuRa ist eines von sieben Projekten, die innerhalb des Förderprogramms »Innovative Luftmobilität« durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr finanziert werden.

Test-und Pilotstrecke für vernetztes und automatisiertes Fahren eröffnet

© Fraunhofer IVI

Nach vier Jahren Bauzeit gab der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft Arbeit und Verkehr Martin Dulig am 23. September 2022 die ausgebaute Bundesstraße B 170 zwischen der Autobahnanschlussstelle Dresden-Südvorstadt und Bannewitz offiziell für den Verkehr frei. Entstanden ist dabei auch eine Test-und Pilotstrecke für vernetztes und automatisiertes Fahren, mit der das bereits bestehende Digitale Testfeld Dresden deutlich erweitert wird. 

Das Fraunhofer IVI präsentierte seine umfassenden Aktivitäten des Projekts C-Roads Germany – Urban Nodes zur europaweiten Harmonisierung der neuen C-ITS Services im Bereich des vernetzten Fahrens einerseits sowie die die smarte Kreuzung zur intelligenten Infrastrukturassistenz für automatisiertes Fahren des Fraunhofer CCIT-Cluster andererseits. Die neue Teststrecke direkt vor der »Haustür« des Instituts ermöglicht die schnelle Entwicklung und den effizienten Test neuer Applikationen des vernetzten und automatisierten Fahrens.

ON/OFF Road Safety

Sicherer Straßenverkehr durch moderne Kommunikation zwischen Pkw und Landmaschinen

© Fraunhofer IVI
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Wenn man im Sommer mit dem Pkw auf Landstraßen unterwegs ist und einem Mähdrescher begegnet, muss man häufig anhalten und rangieren, damit die überbreite Landmaschine am eigenen Fahrzeug unfallfrei vorbeikommt.

Derartigen Szenarien im Straßenverkehr widmete sich die Veranstaltung ON/OFF Road Safety im Rahmen des Forschungsprojektes LANDNETZ am 20. September 2022 auf dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dresden und des Fraunhofer IVI demonstrierten vor Ort ein potenzielles Unfallszenario und zeigten, wie durch eine entsprechende Kommunikation zwischen Landmaschine und Pkw Unfälle vermieden werden können. Die Forschenden beschäftigen sich im Rahmen des Teilprojekts ON/OFF Road Safety des Verbundprojektes LANDNETZ mit neuen Kommunikationsinfrastrukturen und Informationssystemen, die es ermöglichen, bedarfsgerechte Warnmeldungen zu senden und zu empfangen. Dazu wird auch auf das 5G-Campusnetz zurückgegriffen, das auf dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch installiert ist.

LANDNETZ ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben der TU Dresden, des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und des Fraunhofer IVI. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert LANDNETZ im Rahmen des Zukunftsprogramms Digitalpolitik in der Landwirtschaft als eines von deutschlandweit 14 digitalen Experimentierfeldern. Ziel ist die Weiterentwicklung der Digitalisierung im Bereich der Landwirtschaft gezielt zu unterstützen. Die Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in LANDNETZ wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreut.

zur Pressemitteilung

Ein innovatives Mehrachslenksystem für High-Capacity-Busse

Das Fraunhofer IVI und Hübner auf der InnoTrans 2022

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Vom 20.-23. September 2022 fand in Berlin die InnoTrans statt. Auf der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik präsentierten namhafte Aussteller dem Fachpublikum ihre Technologien und Lösungen in den Bereichen Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction.

Das Fraunhofer IVI stellte am Stand der Hübner-Gruppe das gemeinsam mit Hübner und Mobil Elektronik entwickelte innovative Lenksystem für überlange Busse vor. Das System umfasst sechs lenkbare Achsen und eine komplexe Steuersoftware. Das Zusammenspiel der Komponenten gewährleistet, dass überlange Busse präzise und sicher durch knapp bemessene Verkehrswege navigieren können. Dadurch werden die Einsatzgebiete von Bussen mit großer Beförderungskapazität erweitert, und Verkehrsbetriebe sowie Passagiere können die Vorteile einer Straßenbahn nutzen, ohne die Nachteile einer kostspieligen Schieneninfrastruktur tragen zu müssen.

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Staatsminister informiert sich über Forschung im Bereich »Zivile Sicherheit«

Armin Schuster zu Gast am Fraunhofer IVI

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Am 09. September 2022 besuchte der Sächsische Staatsminister des Innern, Armin Schuster, zusammen mit dem sächsischen Polizeipräsidenten, Jörg Kubiessa, sowie weiteren hochrangigen Gästen das Fraunhofer IVI. Das zweistündige Treffen widmete sich dem intensiven Austausch zu aktuellen sicherheitsrelevanten Themen und dem stetigen Ausbau der Kooperation.

Neben der Vorstellung von Forschungsergebnissen aus dem Bereich »Zivile Sicherheit« am Institut durch den zuständigen Abteilungsleiter, Dr. Kamen Danowski, skizzierte Institutsleiter Prof. Dr. Matthias Klingner nächste Schritte hinsichtlich einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen Polizei, anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie dem Fraunhofer IVI bei der Entwicklung digitaler Kommunikations- und Einsatzführungssysteme. Der erfolgreiche Weg, sächsische Technologien deutschlandweit zu etablieren, soll damit fortgesetzt werden. 

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Sächsischer Staatsminister des Innern, Armin Schuster, am Fraunhofer IVI.
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Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse durch Institutsleiter Matthias Klingner.

Neue Lebens- und Arbeitswelten in energiebewussten Funktionsgebäuden

Vorstellung gemeinsamer Projekte beim 7. Zukunftsforum simul+ am 01. September 2022

Matthias Klingner (Institutsleiter des Fraunhofer IVI) und Volker Tolkmitt (Rektor der Hochschule Mittweida) beim Zukunftsforum simul+.

Leben und Arbeiten im ländlichen Raum – dieses Konzept soll für eine gut ausgebildete junge Generation zukünftig noch attraktiver werden. Von der zuverlässigen, regenerativen Energieversorgung über die Cybersicherheit digitaler Infrastrukturen bis hin zu sozialen Fragestellungen des Zusammenlebens und -arbeitens sind dabei viele Aspekte zu berücksichtigen. Beim diesjährigen Zukunftsforum der Initiative simul+ bot sich Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung bereits zum 7. Mal die Gelegenheit, ihre Ansätze vorzustellen.

Das Fraunhofer IVI arbeitet gemeinsam mit der Hochschule Mittweida, der Volksbank Mittweida sowie mittelständischen sächsischen Unternehmen im Rahmen des Projekts »Telewerk« an zukunftsfähigen Konzepten für den regionalen Wandel. Als sogenanntes »Reallabor« möchte das Vorhaben anwendungsbezogene Forschung und Ausbildung unterstützen und so nachhaltige Lebensformen auf dem Land fördern. Optimal ergänzt werden diese Ziele durch die Kooperation mit dem Modellprojekt »AMSEL«, in dem das Fraunhofer IVI vernetzte Mikro-Siedlungsstrukturen auf Basis von Tiny-House-Konzepten untersucht und dabei den multifunktionalen Holzbau in den besonderen Fokus nimmt. Das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung unterstützt die Projekte finanziell und stellt mit dem Zukunftsforum eine Plattform für die Vernetzung der Vorhaben bereit.

Kick-Off des Projekts »LAURIN«

8. Juli 2022

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Übergabe des Förderbescheids
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Schwarmtest
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Digitale Kick-Off-Veranstaltung zu LAURIN

Nachdem bereits am 21. Juni 2022 die Übergabe des Förderbescheids erfolgt war, fand am 8. Juli 2022 die Kick-Off-Veranstaltung des lang ersehnten Projekts LAURIN im Rahmen des durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) geförderten »Modernitätsfonds – Digitalisierung und datenbasierte Innovationen für Mobilität 4.0 und Daseinsvorsorge in den Braunkohlerevieren« statt. Gemeinsam mit Vertretern des BMDV, des Projektträger VDI/VDE sowie der Projektpartner wurden die Zielstellung zur Durchführung von Test kooperativer und automatisierter Fahrmanöver sowie die Schwarmautomatisierung der Targetplattformen besprochen und diskutiert.

Das vom Fraunhofer IVI gemeinsam mit der DEKRA initiierte Forschungsvorhaben soll im Ergebnis die Testautomation des DEKRA Lausitzring auf ein neues Level heben. Komplexität und Quantität notwendiger Testszenarien zur Zulassung oder für entwicklungsbegleitende Tests automatisierter Fahrzeuge sind außerordentlich hoch, wobei das Testen kooperativer, sich wechselweise beeinflussender Fahrfunktionen im Schwarm diesen Aufwand um einiges vervielfacht. Derartige Szenarien sind auf digitalen Testfeldern nur im Dauertestbetrieb erfahrbar.

Das Projektvolumen umfasst ca. 4,2 Mio. €, wovon 58 Prozent vom BMDV gefördert werden. Im Konsortium sind Kompetenzen der Unternehmen der kompletten Test- und Prüfkette vereint. Die DEKRA verfügt über eines der modernsten Testgelände, ibeo bringt die hochpräzise Umfeldsensorik ins Projekt ein, gesteuert werden die Testentitäten über den Leitstand von iMAR. SmartMobile Labs realisiert die 5G Kommunikation und TraceTronic ist Experte im Virtuell Continous Testing.

Die Schwerpunkte des Fraunhofer IVI liegen in den Bereichen Kommunikation und Manöversteuerung im Zuge der Realisierung von Test- und Prüfszenarien hochautomatisierter vernetzter Fahrfunktionen im Fahrzeugschwarm bei hohen Geschwindigkeiten. Dabei kommen die am Institut verfügbaren überfahrbaren Plattformen der Firma AB Dynamics zum Einsatz und werden für den Einsatzfall umfangreich erweitert. Im Frühjahr 2025 sollen die Ergebnisse im Rahmen eines Demonstrators vorgestellt werden.

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