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Wissenschaftssofa der Fraunhofer-Zukunftsstiftung zu Besuch

Interview mit Wissenschaftlern zum Crowdfunding-Projekt »YES! – Your e-bike and pedelec safety«

© Fraunhofer IVI

Am Aktionstag »Tag der Wissenschaft« am 10. November 2022 besuchte uns die Fraunhofer-Zukunftsstiftung mit dem »Wissenschaftssofa« – ein Online-Veranstaltungsformat, bei dem Wissenschaftler des Fraunhofer IVI zu ihrem Projekt interviewt wurden und live Fragen aus dem Online-Publikum beantwortet haben. 

Beim Crowdfunding-Wettbewerb 2022 »Science For Good« der Fraunhofer-Zukunftsstiftung nimmt das Fraunhofer IVI mit dem Projekt »YES! – Your e-bike and pedelec safety« teil. Noch bis zum 30. November 2022 werden Spenden für das Finanzierungsziel in Höhe von mindestens 30.000 Euro gesammelt.

Wir danken allen Beteiligten für den spannenden Nachmittag und die anregenden Fragen!

Fraunhofer-Leitprojekt ALBACOPTER® zeigt erste Ergebnisse zum skalierbaren Drohnenkonzept

Zwischenevaluation vom 13. bis 14. Oktober 2022 mit beeindruckendem Technologiemarktplatz in Dresden

© Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI

Anlässlich der Zwischenevaluation nach gut der Hälfte der Laufzeit des Fraunhofer-Leitprojekts ALBACOPTER® lud das Fraunhofer IVI die Projektpartner, Mitglieder der Zentrale der Fraunhofer-Gesellschaft sowie den Beirat mit Vertretern aus Industrie und Wissenschaft nach Dresden ein. Die sechs am Vorhaben beteiligten Institute informierten über ihre bisherigen Fortschritte in den Teilprojekten »Experimentalfluggerät«, »Autonomes Fliegen«, »Materialien und Strukturen«, »Energie und Antrieb« sowie »Digitaler Zwilling« und gaben einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungsschritte der nächsten zwei Jahre. Der Beirat zeigte sich beeindruckt angesichts der vorgestellten Ergebnisse und Demonstratoren.

Gelegenheit zum fachlichen Austausch und spannende Einblicke in die Entwicklungen an den Partnerinstituten bot ein umfangreicher Technologiemarktplatz. Anhand zahlreicher Exponate, darunter beispielsweise ein Mockup der Energieschnittstelle zwischen E-Hover und Fluggerät, der ALBACOPTER® Flight Controller sowie eine Hardware-in-the-Loop-Simulation, bestehend aus einem digitalen und realen Modell, konnten die Gäste die Projektinnovationen hautnah erleben. Über allem schwebte zudem ein handgefertigtes Modell der fliegenden Experimentalplattform im Maßstab 1:3.

Fraunhofer IVI als National Relay in der European Road Safety Charter

Seit September ist das Fraunhofer IVI der neue National Relay für Deutschland in der European Road Safety Charter (ERSC)

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Die von der EU-Kommission geleitete European Road Safety (ERSC) ist mit mehr als 3.800 Mitgliedern die größte zivilgesellschaftliche Plattform für Straßenverkehrssicherheit.

Am 17. Oktober 2022 fand die jährliche Versammlung aller europäischen National Relays in Brüssel statt, um neue Forschungsergebnissen und Maßnahmen im Bereich der Straßenverkehrssicherheit auszutauschen. Im Rahmen der Veranstaltung wurden die »Excellence in Road Safety Awards« für herausragende Projekte der Verkehrssicherheitsarbeit verliehen. Der Award in der Kategorie »Technology« ging an das deutsche Projekt FeGIS+. Der Preis wurde von Vertretern der Initiative für sichere Straßen GmbH sowie dem ISAC – Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen University entgegengenommen.

Für Fragen zur ERSC und ihren Aktivitäten stehen wir jederzeit als nationaler Ansprechpartner zur Verfügung. Außerdem helfen wir gerne dabei, ebenfalls Mitglied der Organisation zu werden.

Crowdfunding für YES! startet am 6. Oktober

Sicherheitskonzept für E-Bikes und Pedelecs im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne der Fraunhofer Zukunftsstiftung entwickelt

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Jede Radfahrerin, jeder Radfahrer erlebt regelmäßig brenzlige Situationen im Straßenverkehr. Mit »YES! – Your e-bike & pedelec safety« entwickelt das Fraunhofer IVI im Rahmen der Crowdfunding-Kampagne der Fraunhofer-Zukunftsstiftung ein Sicherheitskonzept für E-Bikes und Pedelecs.

Das System besteht aus einem Fahrradlenker und Helm. Durch eine umfassende, integrierte Beleuchtung und Sensorik wird Radfahrenden der bestmögliche präventive Schutz vor Unfällen ermöglicht. Sollte es doch zum Unfall kommen, organisiert das System zuverlässig Hilfe, löst einen Notruf aus und verständigt Angehörige.

Durch eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform StartNext soll die Entwicklung des Systemprototyps finanziert werden, der danach potenziellen Industriekunden präsentiert wird und bestenfalls in Serienfertigung gehen kann.

Das Fraunhofer IVI auf dem CAR 2 CAR Forum in Dresden

Digitales Testfeld Dresden als Baustein der vernetzten Mobilität von Morgen

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Die zweitägige internationale Konferenz des CAR-2-CAR Communication Consortium (C2C-CC) »CAR 2 CAR Forum« fand am 28. und 29. September 2022 in Dresden statt. Ziel des C2C-CC ist es, mittels intelligenter vernetzter und kooperativer Verkehrssysteme (C-ITS) zum frühestmöglichen Zeitpunkt einen Beitrag zur Vision Zero und zur effizienten Mobilität zu leisten.

Das Fraunhofer IVI präsentierte auf der Veranstaltung seine Lösungen zum vernetzten sowie vernetzt-assistierten Fahren. Im Mittelpunkt stand das digitale C-ROADS – Urban Nodes Testfeld des Piloten Dresden. Hier wurden verschiedene entwickelte Services wie bspw. GLOSA (Ampelphasenassistent) oder auch EVA (Warnung vor Einsatzfahrzeugen) gezeigt. Ein weiteres Highlight war das im Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT entwickelte und auf der Konferenz gezeigte System zur »Smart Intersection«. Die intelligente Kreuzung erfasst komplexe Verkehrssituationen innerhalb der Infrastruktur und assistiert automatisierten Fahrzeugen über Vernetzung. Kooperative Mobilitätslösungen verbessern so nicht nur den Verkehrsfluss, sondern tragen maßgeblich zur Erhöhung der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer bei.

Fraunhofer-Leitprojekt COGNAC leistet wichtigen Beitrag zur digitalen Transformation in der Landwirtschaft

Abschlussveranstaltung des Smart-Farming-Projekts mit Experten aus Landwirtschaft, Wissenschaft und Industrie

Demonstration des CERES Feldroboters © Fraunhofer IVI

In den vergangenen vier Jahren haben im Fraunhofer-Leitprojekt »Cognitive Agriculture (COGNAC)« neben dem Fraunhofer IVI sieben weitere Fraunhofer-Institute unter der Konsortialführung des Fraunhofer IESE gemeinsam die Herausforderungen und den Stand der Technik in der Landwirtschaft untersucht und Lösungsbausteine in den Bereichen Sensorik, Robotik, Automatisierung, digitaler Datenraum und kognitive Dienste entwickelt. Die Projektergebnisse wurden beim Abschlussevent am 29. September 2022 in Dresden der Öffentlichkeit präsentiert. Höhepunkt der Veranstaltung war die Vorführung des vom Fraunhofer IVI entwickelten Feldroboters CERES, der über ein vollautomatisches Hochstromladesystem verfügt und damit in der Lage ist, als Träger von Sensorsystemen sowie landwirtschaftlicher Arbeitsgeräte im 24/7-Betrieb zu arbeiten.

Das Vorhaben COGNAC erforschte Konzepte und Technologien für die digitale Transformation in der Landwirtschaft. Während der Projektlaufzeit von Oktober 2018 bis September 2022 erarbeiteten die acht Fraunhofer-Institute interdisziplinäre Lösungen für Smart-Farming-Anwendungen, um Landwirtinnen und Landwirten in die Lage zu versetzen, in einer digitalisierten Welt hohe Produktivität im Einklang mit Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz oder Produktqualität zu erzielen. Als Projektergebnis steht COGNAC für eine digital transformierte Landwirtschaft: Für landwirtschaftliche Betriebe und Dienstleister sollen durch technologische Entwicklungen einfach und durchgängig zu nutzende Angebote geschaffen werden.

Übergabe der Förderurkunde für Projekt AuRa

Automatisierung des Risikobewertungsverfahrens für Flüge unbemannter Luftfahrtsysteme

© BMDV
Jan-Eric Putze (Droniq GmbH), Bundesminister Dr. Volker Wissing, Susanne Theresa Günther (Fraunhofer IVI)
© BMDV

Im Rahmen einer feierlichen Übergabe im Bundesministerium für Digitales und Verkehr BMDV 28. September 2022 erhielten das Fraunhofer IVI und die Droniq GmbH ihre Förderurkunden für das Projekt AuRa von Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing. Das im August 2022 gestartete Projekt schafft die Grundlagen für eine zukünftige automatisierte Risikobewertung geplanter Drohnenflüge.

Insbesondere bei Flügen, die in die »spezielle Kategorie« fallen, ist eine Risikobewertung zwingend notwendig. Derzeit muss diese Einschätzung händisch und individuell für jeden Flug ausgeführt werden, was teuer und langwierig ist. Schnelle Genehmigungsverfahren sind aber eine Voraussetzung dafür, Drohnenflüge noch besser in den Alltag zu integrieren. Durch die Einführung automatisierter und digitaler Verfahren können die Kosten gesenkt und Zeit gespart werden. Dadurch ist es möglich, mehr Betriebsgenehmigungen in kürzerer Zeit auszustellen und die Attraktivität des Drohnenverkehrs wird gesteigert.

AuRa ist eines von sieben Projekten, die innerhalb des Förderprogramms »Innovative Luftmobilität« durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr finanziert werden.

Test-und Pilotstrecke für vernetztes und automatisiertes Fahren eröffnet

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Nach vier Jahren Bauzeit gab der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft Arbeit und Verkehr Martin Dulig am 23. September 2022 die ausgebaute Bundesstraße B 170 zwischen der Autobahnanschlussstelle Dresden-Südvorstadt und Bannewitz offiziell für den Verkehr frei. Entstanden ist dabei auch eine Test-und Pilotstrecke für vernetztes und automatisiertes Fahren, mit der das bereits bestehende Digitale Testfeld Dresden deutlich erweitert wird. 

Das Fraunhofer IVI präsentierte seine umfassenden Aktivitäten des Projekts C-Roads Germany – Urban Nodes zur europaweiten Harmonisierung der neuen C-ITS Services im Bereich des vernetzten Fahrens einerseits sowie die die smarte Kreuzung zur intelligenten Infrastrukturassistenz für automatisiertes Fahren des Fraunhofer CCIT-Cluster andererseits. Die neue Teststrecke direkt vor der »Haustür« des Instituts ermöglicht die schnelle Entwicklung und den effizienten Test neuer Applikationen des vernetzten und automatisierten Fahrens.

ON/OFF Road Safety

Sicherer Straßenverkehr durch moderne Kommunikation zwischen Pkw und Landmaschinen

© Fraunhofer IVI
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© Fraunhofer IVI

Wenn man im Sommer mit dem Pkw auf Landstraßen unterwegs ist und einem Mähdrescher begegnet, muss man häufig anhalten und rangieren, damit die überbreite Landmaschine am eigenen Fahrzeug unfallfrei vorbeikommt.

Derartigen Szenarien im Straßenverkehr widmete sich die Veranstaltung ON/OFF Road Safety im Rahmen des Forschungsprojektes LANDNETZ am 20. September 2022 auf dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dresden und des Fraunhofer IVI demonstrierten vor Ort ein potenzielles Unfallszenario und zeigten, wie durch eine entsprechende Kommunikation zwischen Landmaschine und Pkw Unfälle vermieden werden können. Die Forschenden beschäftigen sich im Rahmen des Teilprojekts ON/OFF Road Safety des Verbundprojektes LANDNETZ mit neuen Kommunikationsinfrastrukturen und Informationssystemen, die es ermöglichen, bedarfsgerechte Warnmeldungen zu senden und zu empfangen. Dazu wird auch auf das 5G-Campusnetz zurückgegriffen, das auf dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch installiert ist.

LANDNETZ ist ein gemeinsames Forschungsvorhaben der TU Dresden, des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und des Fraunhofer IVI. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) fördert LANDNETZ im Rahmen des Zukunftsprogramms Digitalpolitik in der Landwirtschaft als eines von deutschlandweit 14 digitalen Experimentierfeldern. Ziel ist die Weiterentwicklung der Digitalisierung im Bereich der Landwirtschaft gezielt zu unterstützen. Die Umsetzung der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben in LANDNETZ wird von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreut.

zur Pressemitteilung

Ein innovatives Mehrachslenksystem für High-Capacity-Busse

Das Fraunhofer IVI und Hübner auf der InnoTrans 2022

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Vom 20.-23. September 2022 fand in Berlin die InnoTrans statt. Auf der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik präsentierten namhafte Aussteller dem Fachpublikum ihre Technologien und Lösungen in den Bereichen Railway Technology, Railway Infrastructure, Public Transport, Interiors und Tunnel Construction.

Das Fraunhofer IVI stellte am Stand der Hübner-Gruppe das gemeinsam mit Hübner und Mobil Elektronik entwickelte innovative Lenksystem für überlange Busse vor. Das System umfasst sechs lenkbare Achsen und eine komplexe Steuersoftware. Das Zusammenspiel der Komponenten gewährleistet, dass überlange Busse präzise und sicher durch knapp bemessene Verkehrswege navigieren können. Dadurch werden die Einsatzgebiete von Bussen mit großer Beförderungskapazität erweitert, und Verkehrsbetriebe sowie Passagiere können die Vorteile einer Straßenbahn nutzen, ohne die Nachteile einer kostspieligen Schieneninfrastruktur tragen zu müssen.

© Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI

Staatsminister informiert sich über Forschung im Bereich »Zivile Sicherheit«

Armin Schuster zu Gast am Fraunhofer IVI

© Fraunhofer IVI

Am 09. September 2022 besuchte der Sächsische Staatsminister des Innern, Armin Schuster, zusammen mit dem sächsischen Polizeipräsidenten, Jörg Kubiessa, sowie weiteren hochrangigen Gästen das Fraunhofer IVI. Das zweistündige Treffen widmete sich dem intensiven Austausch zu aktuellen sicherheitsrelevanten Themen und dem stetigen Ausbau der Kooperation.

Neben der Vorstellung von Forschungsergebnissen aus dem Bereich »Zivile Sicherheit« am Institut durch den zuständigen Abteilungsleiter, Dr. Kamen Danowski, skizzierte Institutsleiter Prof. Dr. Matthias Klingner nächste Schritte hinsichtlich einer noch engeren Zusammenarbeit zwischen Polizei, anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie dem Fraunhofer IVI bei der Entwicklung digitaler Kommunikations- und Einsatzführungssysteme. Der erfolgreiche Weg, sächsische Technologien deutschlandweit zu etablieren, soll damit fortgesetzt werden. 

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Sächsischer Staatsminister des Innern, Armin Schuster, am Fraunhofer IVI.
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Vorstellung aktueller Forschungsergebnisse durch Institutsleiter Matthias Klingner.

Neue Lebens- und Arbeitswelten in energiebewussten Funktionsgebäuden

Vorstellung gemeinsamer Projekte beim 7. Zukunftsforum simul+ am 01. September 2022

Matthias Klingner (Institutsleiter des Fraunhofer IVI) und Volker Tolkmitt (Rektor der Hochschule Mittweida) beim Zukunftsforum simul+.

Leben und Arbeiten im ländlichen Raum – dieses Konzept soll für eine gut ausgebildete junge Generation zukünftig noch attraktiver werden. Von der zuverlässigen, regenerativen Energieversorgung über die Cybersicherheit digitaler Infrastrukturen bis hin zu sozialen Fragestellungen des Zusammenlebens und -arbeitens sind dabei viele Aspekte zu berücksichtigen. Beim diesjährigen Zukunftsforum der Initiative simul+ bot sich Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung bereits zum 7. Mal die Gelegenheit, ihre Ansätze vorzustellen.

Das Fraunhofer IVI arbeitet gemeinsam mit der Hochschule Mittweida, der Volksbank Mittweida sowie mittelständischen sächsischen Unternehmen im Rahmen des Projekts »Telewerk« an zukunftsfähigen Konzepten für den regionalen Wandel. Als sogenanntes »Reallabor« möchte das Vorhaben anwendungsbezogene Forschung und Ausbildung unterstützen und so nachhaltige Lebensformen auf dem Land fördern. Optimal ergänzt werden diese Ziele durch die Kooperation mit dem Modellprojekt »AMSEL«, in dem das Fraunhofer IVI vernetzte Mikro-Siedlungsstrukturen auf Basis von Tiny-House-Konzepten untersucht und dabei den multifunktionalen Holzbau in den besonderen Fokus nimmt. Das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung unterstützt die Projekte finanziell und stellt mit dem Zukunftsforum eine Plattform für die Vernetzung der Vorhaben bereit.

Kick-Off des Projekts »LAURIN«

8. Juli 2022

© DEKRA
Übergabe des Förderbescheids
© DEKRA
Schwarmtest
© DEKRA
Digitale Kick-Off-Veranstaltung zu LAURIN

Nachdem bereits am 21. Juni 2022 die Übergabe des Förderbescheids erfolgt war, fand am 8. Juli 2022 die Kick-Off-Veranstaltung des lang ersehnten Projekts LAURIN im Rahmen des durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) geförderten »Modernitätsfonds – Digitalisierung und datenbasierte Innovationen für Mobilität 4.0 und Daseinsvorsorge in den Braunkohlerevieren« statt. Gemeinsam mit Vertretern des BMDV, des Projektträger VDI/VDE sowie der Projektpartner wurden die Zielstellung zur Durchführung von Test kooperativer und automatisierter Fahrmanöver sowie die Schwarmautomatisierung der Targetplattformen besprochen und diskutiert.

Das vom Fraunhofer IVI gemeinsam mit der DEKRA initiierte Forschungsvorhaben soll im Ergebnis die Testautomation des DEKRA Lausitzring auf ein neues Level heben. Komplexität und Quantität notwendiger Testszenarien zur Zulassung oder für entwicklungsbegleitende Tests automatisierter Fahrzeuge sind außerordentlich hoch, wobei das Testen kooperativer, sich wechselweise beeinflussender Fahrfunktionen im Schwarm diesen Aufwand um einiges vervielfacht. Derartige Szenarien sind auf digitalen Testfeldern nur im Dauertestbetrieb erfahrbar.

Das Projektvolumen umfasst ca. 4,2 Mio. €, wovon 58 Prozent vom BMDV gefördert werden. Im Konsortium sind Kompetenzen der Unternehmen der kompletten Test- und Prüfkette vereint. Die DEKRA verfügt über eines der modernsten Testgelände, ibeo bringt die hochpräzise Umfeldsensorik ins Projekt ein, gesteuert werden die Testentitäten über den Leitstand von iMAR. SmartMobile Labs realisiert die 5G Kommunikation und TraceTronic ist Experte im Virtuell Continous Testing.

Die Schwerpunkte des Fraunhofer IVI liegen in den Bereichen Kommunikation und Manöversteuerung im Zuge der Realisierung von Test- und Prüfszenarien hochautomatisierter vernetzter Fahrfunktionen im Fahrzeugschwarm bei hohen Geschwindigkeiten. Dabei kommen die am Institut verfügbaren überfahrbaren Plattformen der Firma AB Dynamics zum Einsatz und werden für den Einsatzfall umfangreich erweitert. Im Frühjahr 2025 sollen die Ergebnisse im Rahmen eines Demonstrators vorgestellt werden.

Additive Manufacturing Forum 2022

5. bis 6. Juli 2022

© AM Forum

Unter dem Motto »Industrieller 3D-Druck im Aufwind« präsentierte sich das Fraunhofer IVI vom 5. bis 6. Juli 2022 auf dem 6. Additive Manufacturing Forum 2022, der Leitkonferenz für additive Fertigung mit Fachausstellung, in Berlin. Das Institut stellte das Projekt AMCOCS vor – eine Plattform für digitale Prüf- und Zertifizierungsverfahren in der additiven Fertigung.

Um ein solches Verfahren einsetzen zu dürfen, ist das Erbringen von Festigkeitsnachweisen eine notwendige Voraussetzung. Gegenwärtig existieren für den Bereich nur sehr zeit- und kostenintensive Qualitätssicherungsprozesse, die für den breiten Einsatz dieser Methodik eine hohe Hürde darstellen. Das Ziel von AMCOCS ist die Beschleunigung des Prüf-und Zertifizierungsprozesses durch die Entwicklung einer digitalen, selbstlernenden Prüf- und Zertifizierungsplattform. Diese bündelt Daten aus den Produktionsphasen der additiven Fertigung, Nachbearbeitung und Werkstoffkennwertermittlung.

Im Rahmen dieses Vorhabens wird AMCOCS mit Use-Cases aus dem Bereich der Luftfahrt pilotiert. Mit Hilfe komplexer Algorithmen können Prognosen über die Festigkeit der zu druckenden Objekte abgeleitet werden. In Zukunft soll es möglich sein, bereits vorab – also vor dem Ausdruck – verlässliche Aussagen über die Festigkeit der zu druckenden Objekte zu treffen. Die auf dieser Basis ermittelten Materialkennwerte erlauben den Anwendern eine fachgerechte Auslegung. Händische Prüf- und Zertifizierungsverfahren lassen sich damit verkürzen.

© Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI

Erste Design-Fachkonferenz des Fraunhofer-Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design«

06. Juli 2022

© Fraunhofer IVI

Mit »Design im Fokus Fraunhofer-Forschung« bot das Fraunhofer-Netzwerk »Wissenschaft, Kunst und Design« Mitarbeitern der Fraunhofer-Gesellschaft, Partnern aus der nationalen Hochschullandschaft, Künstlern und Interessierten erstmalig ein Konferenz- und Ausstellungsformat für den Austausch interner Designprojekte mit externer Designpraxis und Designforschung.

In drei spannenden Sessions mit den Schwerpunkten »Produktdesign & Interaktion«, »Architektur & Workspace Design« und »Innovationsforschung & Design Integration« sowie einer begleitenden Ausstellung wurden neben erfolgreichen Netzwerk-Projekten auch Best-Practice-Beispiele aus den Fraunhofer-Instituten vorgestellt.

Im Rahmen der Konferenz, die in den Räumen des Fraunhofer-Forum Berlin stattfand, konnte zudem über den erfolgreichen Start des zukünftig am Fraunhofer IVI beheimateten DesignLab, einer Initiative der Fraunhofer-Institute IWU, IWS und IVI sowie der Technischen Universität Dresden, informiert werden. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und viele interessante Projekte!

© Sandra Kühnapfel
© Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI

Hannover Messe 2022

20. Mai - 02. Juni 2022

© Fraunhofer IVI

Flexible datenschutzkonforme Verkehrsdatenerfassung unter allen Wetterbedingungen

Im Kontext des vernetzten und automatisierten Fahrens wird künftig die Absicherung vieler innerstädtischer Bereiche mittels in der Infrastruktur verbauter Sensoren erfolgen. Die zuverlässige Wahrnehmung von Verkehrsteilnehmern unter schwierigen Witterungsbedingungen gehört zu den Herausforderungen, die sich nur mit kooperierenden und vernetzten Sensorsystemen bewältigen lassen.

Im Projekt KonSensData (Kooperierende Sensoren für Data) des Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT entsteht derzeit eine Hardwarelösung aus Radar und Infrarotkamera in Verbindung mit einer Datenfusion, um vielfältige Klassen der Verkehrsteilnehmer flexibel, datenschutzkonform und vor allem robust zu detektieren und die Daten an andere Verkehrsteilnehmer übermitteln zu können. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum »Vernetzte Mobilität und Infrastruktur« mit Sitz in Ingolstadt ist federführend an den Forschungsarbeiten beteiligt. Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) trägt das Institut zur Forschung im Bereich der Mobilität in Bayern bei.

Danke, dass Sie uns und unser Exponat der Sensorbox auf der Hannover Messe besucht haben!

 

© Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI

Experimentierfeld LANDNETZ mit »Innovationspreis Reallabore« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) ausgezeichnet

31. Mai 2022

© Maximilian Deutsch, LfULG

Das digitale Experimentierfeld LANDNETZ wurde am 31.5.2022 mit dem »Innovationspreis Reallabore: Testräume für Innovation und Regulierung« in der Kategorie »Einblicke« ausgezeichnet. Der vom BMWK zum zweiten Mal ausgelobte Wettbewerb möchte Reallabore sichtbar machen, innovative Ideen würdigen und zu neuen Reallaboren ermuntern.

Seit 2019 forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dresden (TUD) gemeinsam mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) und dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI an Lösungen zur flächendeckenden drahtlosen Datenübertragung und Vernetzung, um die Digitalisierung in der Landwirtschaft voranzubringen. Dabei setzen die drei Projektbeteiligten auf eine neuartige Kommunikationsinfrastruktur. Mit Hilfe vollständig portabler Campusnetze mit eigenständigem Mobilfunknetz und Servern werden landwirtschaftliche Flächen mit 5G versorgt und digitale Anwendungen in der Landwirtschaft konzipiert und erprobt. 

Fraunhofer SIRIOS feierlich eröffnet

25. Mai 2022

© Paul Hahn / Fraunhofer FOKUS
Eröffnungsveranstaltung des Fraunhofer SIRIOS im FUTURIUM in Berlin

Das neugegründete Fraunhofer-Zentrum für die Sicherheit Sozio-Technischer Systeme SIRIOS wurde im Berliner FUTURIUM mit rund 100 Gästen sowie hochrangigen Vertretern aus Politik, Sicherheitsbehörden, Industrie und Forschung offiziell eröffnet. Ziel des Vorhabens ist es, im Rahmen einer institutsübergreifenden Kooperation der vier Fraunhofer-Institute EMI, FOKUS, IOSB und IVI komplexe Krisen wie eine Sturzflut oder einen Terroranschlag umfassend virtuell abzubilden.

Die öffentliche Sicherheit steht vor großen Herausforderun­gen, zudem sind die vielfältigen Abhängigkeiten zwischen Menschen, Technik und Infrastrukturen in modernen hochvernetzten Gesellschaften – den sozio-technischen Systemen – extrem komplex und bislang für Fragen der öffentlichen Sicherheit noch nicht hinreichend analysiert. Mit der Eröffnung des neuen Fraunhofer SIRIOS wurde daher der Startschuss für einen weiteren Meilenstein in der deutschen Sicherheitsforschung gegeben.

© Paul Hahn / Fraunhofer FOKUS
Dialogrunde
© Paul Hahn / Fraunhofer FOKUS
Fraunhofer-Präsident Prof. Dr. Reimund Neugebauer
© Paul Hahn / Fraunhofer FOKUS
Dialogrunde

Digitales Testfeld Ingolstadt startet mit der »Ersten Meile«

17. Mai 2022

© THI
Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume
© THI
Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert

Mit einem feierlichen Festakt an der Technischen Hochschule in Ingolstadt (THI) und hochrangigen Gästen wurde am 17. Mai 2022 die sogenannte »Erste Meile« des digitalen Testfelds Ingolstadt für kooperatives, vernetztes und automatisiertes Fahren eröffnet. Dabei handelt es sich um die Verbindung des zukünftigen Technologieparks »IN-Campus« mit dem 140 Kilometer langen Digitalen Testfeld Autobahn A9.

Ebenso wie der Präsident der THI, Prof. Dr. Walter Schober, betonten sowohl der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, als auch der Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Roland Weigert, die Bedeutung der THI innerhalb des bayerischen KI-Mobilitätsknotens. Das neue Testfeld bietet die Möglichkeit, anhand komplexer Verkehrssituationen im Stadtverkehr 5G-basierte Mobilitätsanwendungen zu untersuchen und somit die Sicherheit sowie Effizienz im Straßenverkehr zu erhöhen.

Auf der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft – unter ihnen der Institutsleiter des Fraunhofer IVI, Prof. Dr. Matthias Klingner – das Thema »Digitale Testfelder als Chance für Innovationen in der Forschung«.

Das Fraunhofer-Anwendungszentrum des Instituts ist mit den Projekten »In2Lab« (Ingolstadt Innovation Lab) und »5GoIng« (5G Innovationskonzept Ingolstadt) an den Forschungsarbeiten auf dem Digitalen Testfeld Ingolstadt beteiligt. Die Projektleitung obliegt Prof. Dr. Andreas Festag, der das Testfeld maßgeblich konzipiert hat.

© THI
Präsident der THI, Prof. Dr. Walter Schober
© THI
Podiumsdiskussion

Gebündelte Kompetenzen als Voraussetzung für den elektrischen Luftverkehr der Zukunft

4. Mai 2022

© Fraunhofer IVI
Im Fraunhofer Leitprojekt ALBACOPTER entsteht eine fliegende Experimentalplattform

Auf der Pressekonferenz am 4. Mai 2022 in München wurde die Gründung Air Mobility Initiative (AMI) offiziell bekanntgegeben. Das Netzwerk vereint führende Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie Kommunen und Organisationen mit dem Ziel, die Entwicklung des elektrischen Luftverkehrs voranzubringen. Zugleich wird der deutsche und speziell der bayerische Luftfahrt-Standort weiter gestärkt.

Als Konsortialführer des Fraunhofer-Leitprojektes ALBACOPTER®, das sich der Entwicklung autonom agierender Lastendrohnen widmet, bringt das Fraunhofer IVI mit seinen Standorten in Dresden und Ingolstadt zahlreiche Kompetenzen – von der Konzeption innovativer UAS bis hin zur Erforschung hochautomatisierter und autonomer Flugfunktionen –  ein. Speziell im letzten Bereich fokussiert das Institut die drei Schwerpunkte der Umfelderfassung, Trajektorienplanung und Missions-KI, die zukünftig den Piloten in allen Aufgabenbereichen vollständig substituieren sollen.

Institutsleiter Prof. Dr. Matthias Klingner sieht den Beitritt als große Chance: »Die Air Mobility Initiative bietet die Möglichkeit, unsere innovativen Projektideen schnell mit den zahlreichen Partnern zu teilen und gemeinsam an der Verwirklichung der urbanen Mobilität von morgen zu forschen.«

Spatenstich für »TELEWERK – Telewerkstätten für ländliche Regionen«

4. Mai 2022

© Fraunhofer IVI
Spatenstich für das Reallabor »TELEWERK« in Mittweida

In den kommenden Monaten entsteht in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Mittweida auf dem Gelände der Werkbank 32 mit »TELEWERK« ein zukunftsweisendes Reallabor für innovationsgestützte Regionalentwicklung mit insgesamt 173 Quadratmetern Nutzfläche auf über zwei Stockwerken und mit Arbeitsplätzen für 10 bis 15 Personen.

Das Fraunhofer IVI und die Hochschule Mittweida als Konsortialführung bündeln ihre Forschungskompetenzen in einer gemeinsamen Infrastruktur und arbeiten zusammen mit den Projektpartnern Volksbank Mittweida eG, den Innovationsexperten TeleskopEffekt GmbH Mittweida sowie den Fachleuten für nachhaltiges Bauen mit Holz von der Holzbau Lepski GmbH in Dresden. Im Rahmen der Initiative simul+ unterstützt das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung (SMR) das Projekt. Der in Mittweida entstehende Komplex beinhaltet außer »TELEWERK« das ebenfalls durch das SMR geförderte Forschungsvorhaben »AMSEL – autarke Mikrosiedlung für energiebewusste Lebensweise«.

Prof. Dr. Matthias Klingner, Leiter des Fraunhofer IVI, findet die Konstellation gelungen: »Mit so engagierten Partnern eine Forschungsinfrastruktur in Mittweida aufzubauen, die modernste Technologien, ansprechende Architektur und neue Formen des Lebens und Arbeitens so eindrucksvoll verbindet, macht einfach Spaß.«

© Fraunhofer IVI
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© Fraunhofer IVI

Virtueller Perspektivwechsel offenbart gefährliche Verkehrssituationen

21. April 2022

© MEV Verlag GmbH
Symbolbild: Das Projekt »PAPS-XR« soll für gefährliche Verkehrssituationen sensibilisieren

Um im Straßenverkehr potenzielle Gefahrensituationen als solche zu erkennen, ist es lehrreich, die Sicht der anderen Verkehrsteilnehmenden zu visualisieren und damit erlebbar zu machen. Im Rahmen des Projekts »PAPS-XR« entwickelt das Fraunhofer IVI ein immersives 3D-System für Schulungen zur Unfallprävention. Tatsächlich vorgefallene Unfallgeschehen werden als hochaufgelöste, detailgetreue VR-Animation nachgebildet, die anschließend aus den verschiedenen Perspektiven der direkt Beteiligten oder Außenstehenden realitätsnah, aber dennoch gefahrlos nachempfunden werden können. Mit diesen Unfallsimulationen wird zunächst an sächsischen Schulen und Fahrschulen für typische, folgenschwere Unfallszenarien sensibilisiert, um diese in Zukunft zu vermeiden.

 

Lkw arbeiten selbstständig auf dem Betriebshof

17. März 2022

© Fraunhofer IVI
AutoTruck – ein e-Lkw mit Steer-by-Wire und Drive-by-Wire

Autonome Fahrzeuge werden bald selbstverständlicher Teil des Betriebshofs sein, sagt Dr.-Ing. Sebastian Wagner, Gruppenleiter am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI. Lkw transportieren künftig eigenständig die Ladung zur richtigen Rampe und Wechselbrücken von A nach B. Im Projekt AutoTruck forschte Wagner, der sich bereits seit 2004 mit dem Thema »Autonomes Fahren« beschäftigt, daran mit, wie Fahrzeuge selbstständig auf dem Betriebshof arbeiten können. Im Interview mit dem Logistikdienstleister Hermes Germany GmbH spricht er über das Vorhaben SAFE20, bei dem es nun um die große Herausforderung Sicherheit im Zusammenhang mit autonomen Fahrzeugen geht.

5G-Standalone-Innovation am Fraunhofer IVI

2. März 2022

© Fraunhofer IVI
5G-Testfeld des Fraunhofer IVI
© Fraunhofer IVI

Im Rahmen des Forschungsprojekts 5G Lab Germany Forschungsfeld Lausitz (5GFOLA) wurde auf dem Testoval des Fraunhofer IVI ein wegweisender Schritt in Richtung der Umsetzung von 5G Features gegangen. 5GFOLA ist Teil des 5G-Innovationsprogramms des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Mit der Installation des 5G-Standalone-Netzes – bestehend aus einer leistungsfähigen 5G-Infrastruktur und einer Edge-Cloud – kann teil- und hochautomatisiertes Fahren mittels Kooperation, Vernetzung sowie infrastrukturseitiger Assistenz und Steuerung entwickelt, erprobt und evaluiert werden. Die neu spezifizierten Services bilden hinsichtlich Bandbreite, Zuverlässigkeit, Latenz und Sicherheit die wesentlichen Voraussetzungen für das Monitoring, die Fernüberwachung und das teleoperierte Fahren von automatisierten Fahrzeugen.

Die nun folgenden Entwicklungen innerhalb der 5G-Edge-Cloud werden es zukünftig ermöglichen, zentrale Informationen des gesamten Fahrzeugnetzwerks in Echtzeit innerhalb der Infrastruktur abzubilden. Fahrzeuge können so gesteuert und kooperative Fahrmanöver sicher umgesetzt werden. Das Verschneiden der Daten der Ego-Perspektive des Fahrzeugs und des peripheren Birdview der Infrastruktur ermöglichen komplett neue Steuerungsalgorithmen. Das Testoval des Fraunhofer IVI bietet als abgeschlossenes Gelände einzigartige Möglichkeiten, die 5G-Technologie als Pre-Tests für das spätere Zielgebiet des ländlichen Raums im Forschungsfeld Lausitz zu spezifizieren, zu initialisieren und zu erproben.

Leuchtturmprojekt iECO gestartet

24.-25. Februar 2022

Übergabe des Förderbescheids im Februar 2022

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung des GAIA-X-Förderwettbewerbs »Innovative und praxisnahe Anwendungen und Datenräume im digitalen Ökosystem Gaia-X« am 24. und 25. Februar 2022 fand die virtuelle Übergabe der Fördermittelbescheide für die 11 Gewinnerkonsortien statt. 130 Konsortien aus Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlicher Hand hatten sich mit Vorhabenskizzen in allen bestehenden Domänen des Gaia-X Hubs Deutschland sowie domänenübergreifend beworben.

Stellvertretend für das iECO-Konsortium nahmen Michael Brenner (RIB) und André Rauschert (Fraunhofer IVI) offiziell den Förderbescheid von der Parlamentarischen Staatssekretärin des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Dr. Franziska Brantner, entgegen.

Ziel von iECO ist es, auf Basis von GAIA-X einen gemeinsamen Datenraum für die Bauwirtschaft als eine der Schlüsselindustrien der deutschen Wirtschaft zu schaffen. Ein digitaler Zwilling des gesamten Gebäudelebenszyklus‘ auf der GAIA-X Infrastruktur soll bestehende Datensilos in der Bauwirtschaft aufbrechen, sodass Ineffizienzen deutlich verringert und Advanced Services entwickelt werden können, mit denen sich der gesamte Bauprozess weiter optimieren lässt.

Das Konsortium vereint die gesamte Wertschöpfungskette der Bauwirtschaft mit Bauexpertise (Implenia Hochbau GmbH), Bauablaufplanung (RIB Information Technology AG), Generalplanung (IPRO Consult), Standardisierung (TU Dresden) und Gebäudebetrieb (N+P Informationssysteme GmbH). Dazu gesellen sich die Querschnittsthemen rund um die GAIA-X-Expertise (Software AG), IoT-Wissen (A1 Digital), Rechtskonformität (Hochschule Hof), Digitale Genehmigungsverfahren (LGA Bayern), Smart Contracts (IOTA Foundation) und Datenmanagement/KI-Expertise (Fraunhofer-Gesellschaft).

Kick-Off »5Going«

16. Februar 2022

© Fraunhofer IVI
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Kreisverkehr mit intelligenter Verkehrsinfrastruktur

Im Rahmen des 5G-Innovationswettbewerbs des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr gelang es der Stadt Ingolstadt, nach der zweijährigen Konzeptionsphase zusammen mit Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung auch Fördergelder für die Umsetzung zu generieren.

Im Projekt »5Going« wird ein »Open Innovation Lab« für den Einsatz von 5G-Technologien im Verkehrssektor entstehen. Ziel ist es, durch intelligente 5G-basierte Vernetzung, Kameras und Lidarsysteme sowie Cloudlösungen die Sicherheit und Nachhaltigkeit für den gesamten Straßenverkehr deutlich zu steigern. Neben technischen Herausforderungen werden dabei auch gesellschaftsrelevante Gesichtspunkte wie die Förderung lokaler Unternehmen und die Akzeptanz durch Bürgerbeteiligung Berücksichtigung finden.

Das Kick-off-Meeting zum zweijährigen Forschungsvorhaben fand am 16. Februar 2022 an der Technische Hochschule Ingolstadt statt. Das Fraunhofer IVI ist mit seinem Anwendungszentrum »Vernetzte Mobilität und Infrastruktur« an dem Projekt beteiligt und koordiniert mehre Arbeitspakte in den Bereichen Infrastrukturausbau, Verkehrssicherheit und Nachhaltigkeit.

Datenzentrierte Lösungen für die Mobilität der Zukunft

25. Januar 2022

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Am 25. Januar 2022 fand das Kick-off zur Projektfamilie »GAIA-X 4 Future Mobility« als virtuelles Event statt. Unter Leitung des DLR-Instituts für KI-Sicherheit entwickeln 80 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft in aktuell fünf Forschungsvorhaben Grundlagen für eine intelligente Verkehrsinfrastruktur, fahrzeugtechnologische Konzepte und industrielle Anwendungen.

Gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten IPK, FIT und ISST gestaltet das Fraunhofer IVI im Rahmen der neuen Projektfamilie aktiv das zukünftige Gaia-X Datenökosystem anhand verschiedener Anwendungsfälle zu automatisierten und vernetzten Mobilitätsdiensten mit. Dabei bringt das Institut seine Expertise und Technologien aus dem Mobility Data Space und zu vernetzter automatisierter Mobilität in die nachfolgenden Gaia-X Projekte ein und entwickelt u. a. für die definierten Anwendungsfälle neue Gaia-X Dienste und Subsysteme für die entstehenden Gaia-X Datenräume.

In »GAIA-X 4 AMS – Advanced Mobility Services« entwirft und entwickelt das Fraunhofer IVI neben grundlegenden Gaia-X Basisarchitekturen und Referenzdiensten Data Apps für das Monitoring der Operational Design Domains automatisierter Mobilitätsdienste sowie die Unterstützung selbstfahrender Fahrzeuge durch technische Aufsichten in Sondersituationen wie der Bildung von Rettungskorridoren.

In »GAIA-X 4 ROMS – Support und Remote-Operation automatisierter und vernetzter Mobility Services« ist das Fraunhofer IVI insbesondere in der Konzeption und Entwicklung von Gaia-X Diensten für die Remote-Operation fahrerloser Mobilitätslösungen im Öffentlichen Verkehr aktiv.

In »Gaia-X 4 PLC-AAD – Product Life Cycle - Across Automated Driving« unterstützt das Fraunhofer IVI u. a. die Entwicklung, den Test und den Betrieb automatisierter Fahrfunktionen sowie das Zusammenwirken dieser Systeme mit deren digitalen Zwillingen über die Entwicklung von Gaia-X Diensten zur Einbindung und variablen Verknüpfung von Szenarienkatalogen, digitalen hochgenauen Karten sowie Simulations- bzw. Realdaten.

MePol – moderne Kommunikation und Einsatzführung bei der Polizei

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Das Fraunhofer IVI entwickelt mit dem Polizeiverwaltungsamt (PVA) Sachsen seit 2019 ein neuartiges Messengersystem – MePol – für den Regeldienst der Polizei. Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche Kommunikationssoftware für den sicheren Datentransport polizeilicher und datenschutzrelevanter Informationen. Die Forschung und Entwicklung erfolgt in unmittelbarer Kooperation mit den Anwendern, so dass die Technologie frühzeitig in die Praxis überführt werden konnte.

Zu den Kernfunktionalitäten gehören: einsatzbezogener Nachrichtenaustausch, Ablage für digitale Einsatzunterlagen, intelligente Algorithmen für den optimalen Kräfte- und Mitteleinsatz, Rollen- und Rechtemanagement u. v. m. Die entwickelte komplexe Technologie ist flexibel und beinhaltet zahlreiche miteinander vernetzte Komponenten wie Server, Browserzugänge und mobile Apps./p>

Mehrere Tausend Polizisten in Sachsen nutzen bereits täglich MePol bei Alltagseinsätzen und Großlagen. Die Akzeptanz ist sehr hoch und das System für die Anwender mittlerweile unverzichtbar. Gleichzeitig wird MePol auf der Grundlage der Erfahrungen und einsatztaktischen Anforderungen der Polizeibeamten permanent weiterentwickelt. Mit der diesjährigen Überführung in die neuaufgebaute Polizeicloud wird eine weitere wichtige Etappe erreicht.  

MePol hat bereits bundeweit Interesse geweckt. Ziel der sächsischen Polizei ist es, das System in Deutschland als Standard zu etablieren.

Zukunftsinitiative simul+ des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung veröffentlicht neuen Podcast

5. Januar 2022

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Interview mit Prof. Dr. Matthias Klingner

Vernetzt in Stadt und Land

 »Ein Vordenker der Vernetzung ist Prof. Dr. Matthias Klingner, Chef des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme. Dort tüftelt er mit mehr als 100 Forschenden u. a. an Schnellladesystemen für E-Autos und entwickelt eine Drohne für die Erprobung der Urban Air Mobility. Im Gespräch mit unserem Moderator Stephan Bischof erklärt Prof. Dr. Matthias Klingner, wie eine nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum aussehen könnte und warum dort die Entwicklung sogar schneller voranschreiten könnte als in den Städten.«