Aktuelles

Sicherheit für verletzliche Verkehrsteilnehmer durch Kooperative Systeme

7. November 2023 | Workshop zum C-ITS-Service VRU (Vulnerable Road User Protection) am Fraunhofer IVI

© Fraunhofer IVI
Workshop zum C-ITS-Service Vulnerable Road User Protection.

Im Rahmen des Projekts C-ROADS lud das Fraunhofer IVI seine Projektpartner aus Hamburg zum Workshop nach Dresden ein. Mit den Kollegen des Landesbetriebs Straßen, Brücken und Gewässer sowie der Hamburg Verkehrsanlagen GmbH wurde über die Realisierung des C-ITS-Service VRU (Vulnerable Road User Protection) für den Schutz verletzlicher Verkehrsteilnehmer diskutiert. Der VRU-Service ist einer der vielversprechenden Dienste zur Realisierung der »Vison Zero« im Unfallgeschehen mit Radfahrenden und Fußgängern.

Das Institut verfolgt und prägt mit dem Ansatz des kooperativen Fahrens über C-ITS seit Jahren diese Entwicklungen in der Standardisierung, Harmonisierung und Umsetzung. Zu den herausragendsten Beispielen zählen die Realisierung der Smart Intersection für Infrastruktur-assistiertes Fahren sowie das variable Testumfeld auf dem hauseigenen Oval inkl. mobiler Test- und Prüfplattformen. Nur die gesamtheitliche Betrachtung von Infrastruktur und multimodalen Verkehrsteilnehmern schafft die Voraussetzung für eine sichere und effiziente automatisiert-vernetzte Mobilität (CCAM).

Präzise 3D-Navigationskarten zur Erhöhung der Sicherheit für das autonome Fliegen

8. November 2023 | Forschungsprojekt ADAM startet mit virtuellem Kick-off am 10.11.23

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Zuverlässige Umfelderfassung im unteren Luftraum.

In der Entwicklung nachhaltiger Konzepte für den Individual- und Güterverkehr in stark überlasteten Metropolregionen ist die Urban Air Mobility ein zukunftsweisender Ansatz. Ob Logistikdrohnen, Lufttaxis oder Rettungs- und Überwachungssysteme – die Anforderungen an die Flugsicherheit sind hier unabhängig vom Anwendungsfall besonders hoch. Das Forschungsvorhaben ADAM (»Advanced Air Space Mapping«) will mithilfe neuer Kartierungsmethoden die Umfelderfassung im unteren Luftraum verbessern und so die Sicherheit beim autonomen Fliegen in der Stadt erhöhen. ADAM wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert. 

Am 10. November 2023 findt in Ingolstadt die virtuelle Kick-off-Veranstaltung zum Projekt statt. Interessierte können sich gern bei Projektleiter Henri Meeß dazu anmelden. Weitere Informationen und Kontaktdaten sind in der Pressemitteilung zu finden.

Mit KI-basierten Werkzeugen beim Hochwasser »vor die Lage« kommen

24. Oktober 2023 | Partner im KIWA-Projekt diskutieren aktuelle Ergebnisse beim 5. Verbundtreffen in Dresden

© Fraunhofer IVI
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Die Bewältigung von Naturkatastrophen, speziell von Starkregen und Hochwasser, stellt besondere Anforderungen an Einsatzkräfte. Aus Sicht von Einsatzleitungen ist eine ausreichende Vorwarnzeit wünschenswert, um »vor die Lage« zu kommen und Handlungsoptionen bewerten zu können sowie ein möglichst genaues Lagebild zu erhalten. Das Forschungsprojekt »KIWA: Künstliche Intelligenz für die Hochwasserwarnung« will daher KI-basierte Werkzeuge für die Hochwasserwarnung und Beobachtung entwickeln und demonstrieren, um Einsatzleitungen beim Bewältigen von Großschadenslagen besser unterstützen zu können.

In KIWA wird untersucht, wie es mithilfe Künstlicher Intelligenz gelingen kann, Niederschlags-Abfluss-Prozesse besser zu simulieren, Wasserstände aus Kamerabildern automatisiert zu erkennen und Durchflussmengen für Fließgewässer ableiten zu können. Teil des Projekts wird es auch sein, die entstandenen KI-Werkzeuge in einen Demonstrator zur Einsatzführung und Überwachung zu integrieren.

Am 24. Oktober 2023 kamen die Projektbeteiligten zum 5. Verbundtreffen am Fraunhofer IVI zusammen, um den aktuellen Stand des Vorhabens zu diskutieren. Im Fokus standen insbesondere die methodischen Verbesserungen beim kamerabasierten Gewässermonitoring, die Möglichkeiten zur Nutzung der kamerabasierten Hochwasserprognose im Fraunhofer-System MobiKat® sowie die Diskussion von Einsatzszenarien im Katastrophenschutz.

Ein kooperatives Sensorsystem für das zuverlässige assistierte Fahren

17. Oktober 2023 | Konsortialpartner des Projekts VALISENS treffen sich in Dresden

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Die VALISENS-Projektpartner trafen sich am Fraunhofer IVI in Dresden.

Im Rahmen des ersten Konsortialtreffens kamen die Partner des Forschungsvorhabens »VALISENS – Valides innovatives Gesamtsensorsystem für kooperativ-automatisiertes Fahren« am Fraunhofer IVI zusammen, um erste Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren. Ziel des Projekts ist die gezielte Schaffung einer ganzheitlichen Umfeldwahrnehmung – bestehend aus der peripheren Infrastruktur und der Ego-Perspektive des Fahrzeugs – für das assistierte Fahren .

Das Fraunhofer IVI bringt sein theoretisches und praktisches Wissen aus den Testfeldern Dresden und Ingolstadt ein. Dazu gehören Verfahren und Algorithmen zur Fusion und Perzeption von Sensor- und Objektinformationen sowie die C-ITS-Erfahrungen innerhalb der Car2X-Kommunikation. Das so erzeugte ganzheitliche valide Sensorbild dient als wesentlicher Input für automatisierte Fahrfunktionen im kooperativen Gesamtsystem. Erste Entwicklungen konnten so bereits auf dem institutseigenen Testoval präsentiert werden.

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Demonstrationen auf dem institutseigenen Testoval.
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Demonstrationen auf dem institutseigenen Testoval.
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Demonstrationen auf dem institutseigenen Testoval.

Neue Technologien für Bau- und Bergbaufahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb

24. Oktober 2023 | Kick-off zum Projekt Hy.CoMM am Fraunhofer IVI in Dresden

© Fraunhofer IVI
Das Hy.CoMM-Konsortium traf sich zum Kick-off-Event beim Projektkoordinator Fraunhofer IVI in Dresden.

Aufgrund ihrer bislang eher geringen Betriebsdauer sind emissionsfreie Baumaschinen mit batterieelektrischen Antrieben noch nicht flächendeckend im Einsatz. Ein vielversprechender Ansatz ist es nun, solche Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieben auszustatten.

Im europäischen Verbundprojekt Hy.CoMM (Clean Hydrogen Construction and Mining Machines) haben sich neun Partner aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammengefunden, um Technologien für Bau- und Bergbaufahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieben zu entwickeln und unter realen Einsatzbedingungen zu testen. Neben den Herausforderungen bei Fahrzeug und Antriebsstrang werden auch neue Lösungen zur dezentralen Wasserstoffproduktion und Betankung untersucht. Durch den ausschließlichen Einsatz von grünem Wasserstoff können diese Baumaschinen einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen im Verkehrssektor leisten.

Das Projekt wird im Rahmen der Clean Energy Transition Partnership (CETP) gefördert.

C-ITS Pilot Dresden wird als »Frontrunner for supporting the automation of vehicles« ausgezeichnet

20. Oktober 2023 | Preisverleihung im Rahmen des Urban C-ITS Contest

© Fraunhofer IVI
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Ziel des Urban C-ITS Contest ist es, Aktivitäten rund um das vernetzte Fahren innerhalb europäischer Städte vorzustellen und prämieren. Die Preisverleihung fand in Porto (Portugal) im Nachgang des Urban C-ITS City Forums statt.

Für uns als Mitarbeiter des Fraunhofer IVI war es eine große Ehre, eine Auszeichnung für unsere Arbeiten in Dresden entgegennehmen zu dürfen. Natürlich sind wir sehr stolz, dass unsere Bemühungen, die die Voraussetzungen für kooperatives und automatisiertes Fahren schaffen, gewürdigt werden. Unser Dank gilt auch unseren Partnern – speziell der Stadt Dresden und dem LASUV –, die uns stets unterstützen.

Bereits 2016 konnte der erste Showcase zum vernetzten und automatisierten Fahren präsentiert werden. 2019 zeigten die Projekte unter dem Dach »Synchrone Mobilität« C-ITS- und CCAM-Demos anhand des vernetzten automatisierten Fahrens im öffentlichen Testfeld. Im selben Jahr wurde Dresden ein Partner der C-ROADS-Initiative zur europäischen Harmonisierung des vernetzten Fahrens in mehr als 50 Städten. Gleichzeitig begann der Fraunhofer CCIT-Cluster mit dem Aufbau der Smart Intersection, einer umfassenden Sensorkreuzung zur Realisierung der Infrastrukturassistenz. Zu guter Letzt konnte das Fraunhofer IVI im Jahr 2022 in Dresden erstmals teleoperiertes Fahren pilotieren. Seien Sie gespannt auf die nächsten Schritte!

Gebündelte Kraft für die Sicherheit in Deutschland

19. Oktober 2023 | Fraunhofer SIRIOS lädt zur ersten Jahrestagung ins Fraunhofer FOKUS nach Berlin

© Paul Hahn/ Fraunhofer FOKUS
Für die interaktive Demonstration verwandelte sich der Veranstaltungssaal in ein Demolab.

Das Mitte 2022 in Betrieb genommene SIRIOS vereint Fraunhofer-Kompetenzen, um gemeinsam mit Akteuren der zivilen Sicherheit, KRITIS-Betreibern und der Wirtschaft technologische Lösungen der Sicherheitsforschung zu bündeln. Rund 140 Teilnehmende aus Politik, Sicherheitsbehörden, Industrie, Verbänden und Wissenschaft informierten sich zur Jahrestagung über aktuelle Arbeiten und Ergebnisse der Technologie- und Innovationsplattform.

In interaktiven Demonstrationen zeigten Fraunhofer-Projektverantwortliche, wie aktuelle Lösungsansätze aussehen. Dafür verwandelten sie den Veranstaltungssaal in ein Demolab und führten die Gäste durch ein Krisenszenario: Ein Unwetter mit hohen Niederschlagsmengen sorgt für den Ausfall eines Umspannwerks. Durch die Kopplung von komplexen Versorgungsinfrastrukturen in Simulationen wurde deutlich, welche Störungen und ihre kaskadierenden Auswirkungen daraus folgen. Die Einbindung aller Simulationsdaten in ein Lagebild für die Einsatzkräfteplanung ermöglichte Rückschlüsse, ob ein betroffenes Krankenhaus evakuiert werden sollte oder nicht. Was hier als Simulation mit einem fiktiven Szenario am Beispiel eines Stadtteils umgesetzt wurde, dient als proof of concept und technologischer Startschuss, um die Technologien für die Praxis nutzbar zu machen.

Patrick Brausewetter, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer IVI, präsentierte gemeinsam mit Till Martini vom Fraunhofer EMI zwei Pilotprojekte am Fraunhofer SIRIOS und zeigte dabei u. a. einen am Institut entwickelten Einsatzsimulator.

© Paul Hahn/ Fraunhofer FOKUS
Berlin, Fraunhofer FOKUS, SIRIOS Annual Meeting, What if? Digital simulations in a time of real-world crises.
© Paul Hahn/ Fraunhofer FOKUS
Berlin, Fraunhofer FOKUS, SIRIOS Annual Meeting, What if? Digital simulations in a time of real-world crises.
© Paul Hahn/ Fraunhofer FOKUS
Berlin, Fraunhofer FOKUS, SIRIOS Annual Meeting, What if? Digital simulations in a time of real-world crises.

Richtfest am Reallabor Telewerk

16. Oktober 2023 | Experimentalplattform für nachhaltige Arbeits- und Lebensformen auf dem Hochschulcampus Mittweida

© Fraunhofer IVI
Sebastian Donner (Gebr. Donner Holzbau), Prof. Leonhard Zintl (Honorarprofessor für digitale Transformation und regionale Innovation an der HS Mittweida), Prof. Dr. Volker Tolkmitt (Rektor der HS Mittweida) und Prof. Dr. Matthias Klingner (Institutsleiter des Fraunhofer IVI) verlesen den traditionellen Richtspruch.

Ein Konsortium unter Leitung der Hochschule Mittweida errichtet derzeit auf dem Campusgelände das Reallabor Telewerk, das Funktionalität und Form in besonderer Weise vereint. Das Fraunhofer IVI bringt in das Projekt seine Kompetenzen zu solaroptimierten Gebäudekubaturen durch strukturintegrierte Holzbauweise sowie umfangreiche Erfahrungen zur Auslegung stationärer Energiespeichersysteme ein. Der initiale architektonische Entwurf stammt aus dem Institut und demonstriert in seiner Umsetzung, dass der Übergang zu nachhaltiger, dezentraler Strom- und Wärmeversorgung durchaus attraktiv gestaltet werden kann.

Unter Beteiligung der ausführenden Baubetriebe, der Projektpartner sowie zahlreicher Vertreter der Hochschule fand am 16. Oktober in Mittweida das Richtfest statt. In alter Tradition wurde ein Richtspruch verlesen und der letzte Nagel eingeschlagen.

Zukünftig soll das Reallabor Telewerk vernetzt mit den derzeit am gleichen Standort entstehenden Tiny-Häusern des AMSEL-Projekts als Experimentalplattform für cybersichere Arbeits- und Lebensformen im ländlichen Raum sowie regenerativ versorgte Quartiere dienen.

Das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung (SMR) fördert die Projekte im Rahmen der Zukunftsinitiative simul+.

© Fraunhofer IVI
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Neue Entwicklungen und Perspektiven zu Intelligenten Verkehrssystemen bei der ITSC 2023

24. - 28. September 2023 | Forschungscommunity trifft sich in Bilbao zur 26. IEEE International Conference on Intelligent Transportation Systems

© Fraunhofer IVI

Die jährlich stattfindende ITSC ist eine Plattform für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, auf der sie ihre Forschungsarbeiten, neueste Erkenntnisse, Perspektiven sowie Entwicklungen im Zusammenhang mit der Implementierung und dem Einsatz neuartiger ITS-Anwendungen vorstellen können. Auf der diesjährigen Konferenz im spanischen Bilbao boten die Beiträge spannende Einblicke in die aktuellen Arbeiten in den Bereichen Theorie sowie analytische und numerische Simulation und Modellierung, Experimente und praktische Einsatzmöglichkeiten.

Johannes Schäfer, Diplomand am Fraunhofer IVI, präsentierte den RMTRUCK-Algorithmus zur nachweislich deadlockfreien Koordination mehrerer Fahrzeuge auf Betriebshöfen. Longfei Han, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-Anwendungszentrum »Vernetzte Mobilität und Infrastruktur« in Ingolstadt, stellte eine neue Sensorbox vor. Mit dieser mobilen Einheit lassen sich Vorhersagen über Verkehrsflüsse durch Pkw, Lkw, Radfahrende sowie Fußgänger*innen treffen, um so eine bessere Einschätzung der Verkehrssituation gewährleisten zu können. 

Sichtbar anders: Reallabor Telewerk in Mittweida

28. September 2023 | Zweite Bauphase des nachhaltigen Gebäudes hat begonnen

© HS Mittweida

Die Hülle entsteht seit 27. September und zeigt deutlich die Besonderheit des Projekts der Hochschule Mittweida und ihrer Partner. Die innovative Holzbauweise trägt zum minimalen CO2-Fußabdruck bei. Das Fundament mit Betonkernaktivierung ist in den vergangenen Monaten entstanden. Seit wenigen Tagen errichten darauf Holzbau-Experten aus der Region das Ständerwerk für das zukünftige Reallabor Telewerk.

Auch im übertragenen Sinn steht Telewerk auf einem stabilen und nachhaltigen Fundament: Die Hochschule Mittweida bündelt hier eigene Kompetenzen mit denen anderer starker Institutionen. Sie wollen erforschen und praktisch demonstrieren, wie modernes Leben und Arbeiten im ländlichen Raum aussehen kann und so die Region voranbringt. Projektpartner der Hochschule Mittweida als Konsortialführende sind das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI in Dresden und die Volksbank Mittweida eG. Das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung (SMR) unterstützt das Vorhaben im Rahmen seiner simul+-Initiative.

Prof. Dr. Matthias Klingner, Leiter des Fraunhofer IVI, betont die Aufgabe des Vorhabens über seine reine Funktion hinaus: »Ressourcenschonend zu bauen und Gebäude nachhaltig zu betreiben, ist eine herausfordernde technische Frage. Mit Freude annehmen werden Menschen diese Innovationen erst dann, wenn es gelingt, das Einfache und Zweckmäßige in eine ästhetisch ansprechende Form zu bringen. Dafür möge Telewerk ein markantes Beispiel sein.«

© HS Mittweida
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Nationales Netzwerktreffen des European Road Safety Charter in Dresden

20. September 2023 | Die Verkehrssicherheit in sämtlichen Bereichen fördern

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Vergangene Woche durfte das Fraunhofer IVI Mitglieder und Interessenten des European Road Safety Charter (ERSC) im Rahmen eines Netzwerktreffens begrüßen. In der Rolle als National Relay ist es dem Institut ein besonderes Anliegen, deutsche Akteure der Straßenverkehrssicherheit zusammenzubringen und den Austausch der neuesten Forschungsthemen auf diesem Gebiet zu fördern. Im Vordergrund steht dabei das Erreichen von VisionZero im Straßenverkehr, also die vollständige Vermeidung von Verkehrstoten.

Die Beiträge des Treffens adressierten ein breites Spektrum an Themen, darunter die Straßenverkehrsunfallforschung, Fahrzeugsicherheit, Erstellung von Szenarien für das digitale Testen von Fahrfunktionen, Radverkehrsicherheit, Infrastruktursicherheit, Verbesserung der Sicherheit von Schulwegen sowie Unfallprävention für Jugendliche.

Als National Relay für Deutschland steht das Institut allen Mitgliedern und Interessenten des Charters gerne für Fragen zur Verfügung.

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Datenräume für Europas Mobilität der Zukunft

14. September 2023 | Fraunhofer IVI präsentiert Mobility Data Space in Amsterdam

Die Schaffung eines einheitlichen europäischen Datenmarktes steht bereits seit einigen Jahren im Fokus europäischer Bemühungen. Ziel eines solchen gemeinsamen Datenraums ist es, den Zugang zu bestehenden und zukünftigen Verkehrs- und Mobilitätsdatenbanken zu erleichtern, um Daten zu nutzen und zu teilen. Vor diesem Hintergrund organisierte Global Mass Transit am 14. September 2023 in Amsterdam, Niederlande, die dritte jährliche Konferenz zur »Data-driven Urban Mobility in Europe«. Die Mission der Konferenz besteht darin, den politischen und regulatorischen Rahmen für datengesteuerte intelligente urbane Mobilität zu diskutieren, aktuelle Entwicklungen auf dem Weg zu einem gemeinsamen europäischen Mobilitätsdatenraum zu beleuchten und bisherige Fortschritte sowie nationale und EU-weite Initiativen vorzustellen.

In Deutschland bildet der Mobility Data Space bereits das zentrale Daten-Ökosystem der Mobilitätsbranche und vereint Unternehmen, Organisationen und Institutionen, um ihre Daten für die Mobilität der Zukunft gemeinsam zu bewirtschaften. Basierend auf der offenen, dezentralen Systemarchitektur der International Data Spaces Association entwickelte das Fraunhofer IVI in Kooperation mit den Fraunhofer-Instituten AISEC, FIT, IAIS, IML und ISST die technische Plattform und betreibt den Datenraum in seiner Aufbauphase. Derzeit werden die Konzepte und Technologien auch auf europäischer Ebene weitergedacht: Im Projekt PrepDspace4Mobility entwickelt das Institut gemeinsam mit weiteren Partnern den »Common European Mobility Data Space«, den die Europäische Kommission in ihrer Datenstrategie konstituiert hat.

Als Key-Note-Speaker stellte Sebastian Pretzsch, Leiter der Gruppe »Datensysteme und Assistenz« am Fraunhofer IVI, den Mobility Data Space sowie die Aktivitäten auf europäischer Ebene vor.

Mobilitätstag des Landkreises Nordsachsen

12. September 2023 | Nordsachsen präsentiert innovative Mobilitätslösungen für den ländlichen Raum

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Mit dem automatisierten Shuttle FLASH konnte das Fachpublikum beim Mobilitätstag des Landkreises Nordsachsen das automatisierte und vernetzte Fahren als zukünftige Mobilitätslösung im ländlichen Raum erleben. Gemeinsam mit dem Landkreis Nordsachsen, der Nordsachsen Mobil GmbH und der IAV GmbH präsentierte das Fraunhofer IVI das Fahrzeug. Die Gäste gewannen auf der Veranstaltung einen Einblick in Entwicklungen bezüglich der Leitstelle als technische Aufsicht sowie in der Erweiterung der Operational Design Domain des Fahrzeugs durch Infrastrukturassistenz.

Für alle, die einfach nur von A nach B wollen, fährt FLASH mittlerweile seit über einem Jahr von Donnerstag bis Sonntag zwischen dem S-Bahnhof Rackwitz, der Schladitzer Bucht und dem Biedermeierstrand im Regelbetrieb als Linienverkehr. Als integriertes Mobilitätsangebot ist es mit den S-Bahnen aus Delitzsch und Leipzig vertaktet sowie direkt in den Tarif des Mitteldeutschen Verkehrsverbunds eingebunden.

Fraunhofer auf der IAA MOBILITY 2023

5. September 2023 | ALBACOPTER® auf dem Gemeinschaftsstand der Fraunhofer-Gesellschaft

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Tomorrow's mobility: auf der IAA Mobility präsentiert Fraunhofer ein breites Spektrum an Forschungsprojekten und -ergebnissen.
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Prof. Dr. Holger Hanselka besucht den Fraunhofer-Gemeinschaftsstand.

Die Urban Air Mobility (UAM) eröffnet nicht nur neue Potenziale hinsichtlich des Transports von Waren und Gütern – Teile des städtischen Verkehrs in die Luft zu verlagern, bietet auch völlig neue Lösungsansätze im Sinne einer nachhaltigen Mobilität. Im Fraunhofer-Leitprojekt ALBACOPTER® stellen sich sechs Fraunhofer-Institute den damit verbundenen technischen und sozialen Fragestellungen. Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI entwickeln die Forscherinnen und Forscher ein Fluggerät, das – ganz nach dem Vorbild des Albatros – besonders effizient gleitet. Dieses und weitere Highlights aus der Fraunhofer-Forschung können noch bis 8. September 2023 auf der IAA MOBILITY in München in Halle B1, Stand D11, besichtigt werden.

Am Tag der Eröffnung, dem 5. September, besuchte der Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Prof. Dr. Holger Hanselka, zusammen mit dem Vorstand für Forschungsinfrastrukturen und Digitalisierung, Prof. Dr. Axel Müller-Groeling, den Fraunhofer-Gemeinschaftsstand. Prof. Dr. Matthias Klingner, Institutsleiter und Projektleiter des Fraunhofer-Leitprojekts ALBACOPTER®, präsentierte zusammen mit dem Fachteam den aktuellen Entwicklungsstand der Arbeiten am Experimentalfluggerät.

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Agrarroboter elWObot besteht die Feuerprobe auf der Obstplantage

29. August 2023 | Feldtag präsentiert innovative Lösungen für den Obst- und Weinbau der Zukunft

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elWObot demonstriert erfolgreich Arbeitsgänge wie Mulchen und Mähen.
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Wie können Innovationen aus Forschung und Entwicklung Landwirten dabei helfen, dem zunehmenden Mangel an Fachkräften und Nachwuchs entgegenzutreten? Einen Lösungsansatz bieten autonom fahrende Landmaschinen. Sie standen im Mittelpunkt der SMEKUL-Werkstatt »Robotiklösungen für den Obst- und Weinbau«, zu der das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) am 29. August 2023 nach Dresden-Pillnitz geladen hatte.

Die Teilnehmenden konnten diverse Robotik-Entwicklungen live erleben und neue Lösungsansätze, z. B. für den Pflanzenschutz in Steillagen oder auch 5G- und elektrische Nachladetechnologien kennenlernen. Dabei demonstrierte der autonom fahrende Obst- und Weinbauroboter elWObot mehrere Arbeitsgänge, wie zum Beispiel das Mähen und Mulchen. Der Roboter stellte damit erstmals vor einem öffentlichen Publikum seine Funktionsweise unter Beweis.

In Fachvorträgen und an einem Infostand direkt an der Versuchsfläche informierten Wissenschaftler des Fraunhofer IVI über verschiedene Entwicklungen im Bereich Automatisierte Landwirtschaft. Gezeigt wurden ein für den elWObot eigens entwickelter Ladeanhänger mit Schnellladetechnologie sowie die Leitstandsoftware helyOS®, mit der sich Missionen für den Roboter planen lassen. Gemeinsam mit der TU Dresden, Professur Agrarsystemtechnik, sowie der Computersysteme Schmidt GmbH sollen bis zum Frühjahr 2024 weitere Tests mit dem elWObot erfolgen, darunter beispielsweise die Erprobung des gezielten Ausbringens von Pflanzenschutzmitteln.

(Quelle: LfULG Sachsen)

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Dr. Sven Klausner präsentiert Details zur Ladetechnologie des Roboters.
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Mit der Leitstandsoftware helyOS® werden die Missionen für den Agrarroboter geplant.
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Das Schnellladesystem auf dem Ladeanhänger wurde am Fraunhofer IVI entwickelt.

Zukünftige Ingenieurinnen besuchen das Fraunhofer IVI

30. August 2023 | Teilnehmerinnen des Probestudiums tryING informieren sich über Berufswege in den MINT-Fächern

© Fraunhofer IVI
Nora Strauzenberg präsentiert den Teilnehmerinnen aktuelle Forschungshighlights am Fraunhofer IVI.

Das Probestudium tryING an der TU Dresden ist ein Angebot für Abiturientinnen, die sich für einen Beruf in den Ingenieurwissenschaften interessieren, aber noch unschlüssig sind. Durch die Teilnahme an Kursen, Workshops und Exkursionen erhalten junge Frauen die Möglichkeit, das Uni-Leben und den vielseitigen Berufsalltag einer Ingenieurin kennenzulernen und sich dabei optimal auf den Studienbeginn vorzubereiten.  

Im Rahmen des Exkursionsprogramms besuchten acht zukünftige Studentinnen das Institut, um sich über Einstiegsmöglichkeiten und aktuelle Forschungshighlights zu informieren. Unsere Wissenschaftlerinnen Dr. Ina Partzsch und Nora Strauzenberg gaben spannende Einblicke in ihre Arbeit und stellten die Fraunhofer-Gesellschaft sowie das Fraunhofer IVI als innovativen Arbeitgeber für MINT-Studentinnen und -Absolventinnen vor. Wir bedanken und bei allen Teilnehmerinnen für das Interesse!

Energie für den Wasserstoff-Roboter H2Bot

21. August 2023 | Inbetriebnahme der Energiezelle eröffnet neue Testmöglichkeiten für den nachhaltigen Obst- und Gartenbau

© Fraunhofer IVI | Holger Fichtl
Die Energiezelle des Agrarroboters H2Bot wurde erfolgreich in Betrieb genommen.

Für die Elektrifizierung der Landwirtschaft eignen sich insbesondere kleinere Fahrzeuge, wie zum Beispiel Maschinen, die im Obst-, Wein- oder Gartenbau zum Einsatz kommen. Bislang gibt es jedoch nur wenig Erfahrung über den Einsatz von Brennstoffzellentechnologie in solchen Fahrzeugen. Mit der kürzlich erfolgten Inbetriebnahme der Energiezelle des wasserstoffbetriebenen Agrarroboters H2Bot ergeben sich nun neue Möglichkeiten, diese Technologie in der Praxis zu erproben.

Die Energiezelle ist eine gemeinsame Entwicklung der TU Dresden, Professur für Agrarsystemtechnik (AST), und dem Fraunhofer IVI im Rahmen des Projekts »Requirements for hydrogen drives for agricultural use« (kurz: H2Bot). Für die Umsetzung stellte die TU Dresden den autonom fahrenden Obst- und Weinbauroboter elWObot zur Verfügung und war federführend für die technische Entwicklung der Energiezelle verantwortlich. Das Fraunhofer IVI übernahm im Projekt die Gefährdungsanalyse und Risikobewertung sowie die Entwicklung der elektronischen Steuerung der Energiezelle. Kern der Energiezelle ist eine mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzelle der Firma Proton Motor Fuel Cell GmbH, die elektrische Energie mit einer Leistung zwischen 7 und 33 kW bereitstellt. Bei einem Druck von 350 bar kann H2Bot in zwei Druckbehältern bis zu 2,6 kg Wasserstoff mitführen. Als sogenannter RangeExtender lädt die Energiezelle den elektrischen Energiespeicher des Agrarroboters bei Bedarf auf.

Im weiteren Verlauf des Projekts sollen in Praxistests die Interaktion zwischen dem Energiespeicher und der Energiezelle sowie das Nachladen genauer untersucht werden. Zudem sind Feldversuche zur Erprobung der Energiezelle und des Agrarroboters geplant. Ziel ist es unter anderem, Aussagen über die Übertragbarkeit auf andere elektrifizierte Geräte in der Landwirtschaft zu ermöglichen. So könnten im Nachgang des Projekts auch andere Maschinen nach gleichem Prinzip mit Brennstoffzellensystemen ausgestattet werden.

Agrarroboter CAESAR wird Teil des Feldschwarm-Verbunds

26. Juli 2023 | Anschlussprojekt zur Automatisierung in der Landwirtschaft

© Fraunhofer IVI

Vergangene Woche hat die Firma InnoTrac2020 GmbH ihren fernsteuerbaren Geräteträger CAESAR an das Fraunhofer IVI übergeben. Das neuartige landwirtschaftliche Gerät wird zukünftig vom Institut für den vollautomatisierten Einsatz im Obstanbau erweitert.

Die Arbeit an CAESAR dient auch dazu, die im Forschungsprojekt Feldschwarm entstandenen Konzepte im Bereich Landwirtschaftsrobotik zu erweitern. Hierzu wird die Maschine mit Hilfe der am Fraunhofer IVI entwickelten Leitstandsoftware helyOS® in den bestehenden Verbund von Feldschwarm-Einheiten integriert. Somit fungiert CAESAR gleichzeitig als Demonstrator im kürzlich gestarteten Anschlussprojekt Feldschwarm ÖkoSystem, das innerhalb eines RUBIN-Bündnisses bearbeitet wird.

Ein maßgeblicher Fokus in diesem und weiteren Projekten zur Landwirtschaftsrobotik liegt auf der Analyse der Sicherheitsrisiken in dieser Domäne sowie auf der Erarbeitung von Absicherungskonzepten für vollautomatisierte Landmaschinen in Bezug auf Funktionale Sicherheit, Cybersecurity und die so genannte Safety of the intended Function (SOTIF). CAESAR wird in diesem Zusammenhang einen wertvollen Beitrag zu Erprobung, Verifikation und Validierung dieser Konzepte liefern.

ALBACOPTER®-Antriebe bewähren sich im Windkanal

Juli 2023 | Erste Messkampagne an der Luftstromanlage der TU Dresden

© Fraunhofer ICT

Mitte Juli konnte das ALBACOPTER®-Projektteam die erste Messkampagne im Windkanal durchführen. Ziel der Kampagne war es, verschiedene Antriebskonfigurationen für den ALBACOPTER® 0.5 in Full-Scale unter Windlast zu untersuchen.

Dies stellte besonders für die Kinematik einen Stresstest dar, da sie für den Wechsel zwischen horizontaler und vertikaler Flugphase die Antriebe um 90° schwenken muss. Bei Maximalschub und 100 km/h Windgeschwindigkeit haben die Antriebe den Stresstest erfolgreich bestanden. Gemessen wurden außerdem neben Kräften in horizontaler wie auch vertikaler Richtung der Strom und die Temperatur der Elektromotoren sowie Schwingungen und Eigenfrequenzen des Gesamtsystems.

Im September ist eine zweite Messkampagne geplant. Bei dieser soll mit Hilfe eines Tragflächensegments zusätzlich die Interaktion zwischen dem Propeller-Luftstrom und der Tragfläche untersucht werden.

© Fraunhofer ICT
© Fraunhofer ICT

Konventionelle Landmaschinen und Feldroboter im Schwarmbetrieb

3. Juli 2023 | Hardware und Software für die vernetzte Landwirtschaft

© Fraunhofer IVI

Der offizielle Projektstart des RUBIN-Bündnisses Feldschwarm® Ökosystem wurde anlässlich einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Rahmen des simul+ Forums „Autonome Mobile Arbeitsmaschinen“ auf Schloss Proschwitz nahe Meißen bekanntgegeben.

Das Feldschwarm®-Ökosystem soll erstmalig den automatisierten und gleichzeitigen Betrieb mehrerer Landmaschinen sowie moderner Agrarroboter ermöglichen. Im Zentrum stehen dabei die Bedienerinnen und Bediener, die den Arbeitsprozess auf dem Feld jederzeit überwachen und eingreifen können.

13 Projektpartner aus Industrie und Forschung erarbeiten hierfür in den nächsten drei Jahren eine umfassende Hardware und IT-Steuerungsarchitektur, die innovative Systeme zur teilautonomen Steuerung mehrerer Landmaschinen integriert. Darüber hinaus erforschen sie neue Technologien und Verfahren der künstlichen Intelligenz, Fern- und Prozessüberwachung sowie Datensicherheit für einen störungsfreien Betrieb. Die innovativen Steuerungssysteme sollen herstellerunabhängig sowohl in traditionellen Landmaschinen als auch neuartigen Agrarrobotern integriert und im gemeinsamen Betrieb auf Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit im Feldbetrieb erprobt werden.

Im Rahmen des BMBF-Forschungsvorhabens entwickelt das Fraunhofer IVI eine Leitstands-Architektur für die Landwirtschaft, die als freie Software zur herstellerübergreifenden Vernetzung von (Land-)Maschinen genutzt werden kann und bringt seine Kompetenzen im Bereich der Sicherheits- und Antriebskonzepte für eine automatisierte Landtechnik ein.

© Fraunhofer IVI
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Forschungsprojekt TraffIRNet bringt Basis-Technologien für das autonome Fahren auf die Straße

10. Juli 2023 | Intelligente Verkehrswahrnehmung auf der Teststrecke

© THI / Severin Mantel-Lehrer
Die vernetzten Sensorboxen bestehen aus einer Infrarotkamera, einem Radar, einem Datenverarbeitungsprozessor und einem 5G-Modem.

Zur intelligenten Verkehrssteuerung und Fahrzeugkommunikation für das autonome Fahren (Vehicle-to-everything, V2X) müssen dynamische Verkehrsinformationen in Echtzeit verfügbar sein. Das wiederum setzt Sensoren zur Datenerfassung, Kommunikationstechnologien sowie Algorithmen zur Datenfusion und zur Erzeugung der Verkehrsmodelle voraus. Im Forschungsprojekt »TraffIRNet« (Traffic-Infrared-Radar-Network) macht sich der Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT das Potential des Mobilfunkstandards 5G für die kollektive und skalierbare Verkehrswahrnehmung im Multi-Access-Edge-Computing-Netzwerk (MEC) zunutze.

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Lange Nacht der Wissenschaften am Fraunhofer IVI

30. Juni 2023 | Spannendes Mitmach-Programm zur Jubiläums-Wissenschaftsnacht

© Fraunhofer IVI

Schlaugemacht bis Mitternacht! Unter diesem Motto öffneten zur Langen Nacht der Wissenschaften wieder zahlreiche Dresdner Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und wissenschaftsnahe Unternehmen ihre Häuser, Labore, Hörsäle und Archive für die Öffentlichkeit – und das bereits zum 20. Mal. Für Dresden war es die bisher erfolgreichste Wissenschaftsnacht mit einem deutschlandweiten Rekord von 48.000 Besucherinnen und Besuchern und mehr Veranstaltungen als je zuvor.

Das Fraunhofer IVI bot ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein und konnte stolze 980 wissenshungrige Gäste auf seinem weitläufigen Außengelände begrüßen. Die Forscherinnen und Forscher präsentierten u. a. aktuelle Themen und Projekte rund ums Thema Sicherheit – so zum Beispiel eine innovative Technologie für die Einsatzführung, ein Tiny-Haus für den Einsatz in Katastrophensituationen oder auch innovative Lösungen für die Unfallprävention mit Kindern und Jugendlichen. Technikfans kamen bei den Vorführungen des Feldroboters CERES und zwei autonom fahrender Mähroboter auf ihre Kosten. Vielfältige Bastel- und Spielmöglichkeiten für den Forschernachwuchs rundeten das Programm ab.

Wir bedanken uns für das große Interesse an unserem Haus und freuen uns schon auf die nächste Wissenschaftsnacht! 

Intelligente Infrastruktur für die verbesserte Sicherheit verletzlicher Verkehrsteilnehmer

20. bis 21. Juni 2023 | 8. Nationaler Radverkehrskongress

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Vom 20. bis 21. Juni trafen sich auf dem 8. Nationalen Radverkehrskongress in Frankfurt am Main Experten aus unterschiedlichen Bereichen und Ebenen der Kommunen sowie aus Praxis, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

Auf Deutschlands wichtigstem Kongress für den Radverkehr wurden relevante Fragen rund um die Umsetzung des Radverkehrs diskutiert. Neben der rein baulichen Gestaltung standen die Aspekte der Digitalisierung, Sicherheit und Vernetzung im Vordergrund.

Das Fraunhofer IVI präsentierte dort seinen im Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT entwickelten Ansatz der »Smart Intersection« zum Schutz verletzlicher Verkehrsteilnehmer, sogenannter Vulnerable Road Users (VRUs). Mit Hilfe der Infrastruktur werden diese detektiert und klassifiziert sowie über Car2X-Kommunation an alle Verkehrsteilnehmenden übermittelt, die nun gezielt darauf reagieren können. Dies passiert einerseits über dezidierte Warnmeldungen und andererseits über direkte Infrastrukturassistenz.

Zusammengefasst und vorgestellt wurde der Ansatz in einem Fachvortrag mit dem Titel »Wie kann die »intelligente Kreuzung« verletzliche Verkehrsteilnehmer (wie den Fuß- und Radverkehr) schützen?«, den Dr. Thomas Otto im Veranstaltungsblock »Das Fahrrad in der Smart City – wenn die Infrastruktur mit dem Fahrrad spricht« hielt.

 

Hightech für den Rasen

Vollautomatische RC-Mäher-Flotte auf der demopark vom 18. bis 20. Juni 2023

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Zwei AS 940 Sherpa 4WD auf dem Testgelände des Fraunhofer IVI

Auf der diesjährigen demopark vom 18. bis 20. Juni 2023 in Hörselberg bei Eisenach präsentieren AS-Motor, das Fraunhofer IVI und die Sensor-Technik Wiedemann GmbH drei Profi-RC-Aufsitzmäher, die gemeinsam Grünflächen – auch auf unwegsamem Gelände – vollautomatisch bearbeiten. Gezeigt wird, wie ein »Fahrer« die drei Aufsitzmäher AS 940 Sherpa 4WD RC bedient und überwacht und auf diese Weise nicht nur die dreifache Flächenleistung erreicht, sondern auch präziser und ermüdungsfreier arbeiten kann. Je nach Anwendungsfall kann er die Mäherflotte direkt vor Ort oder remote – z. B. vom Büro – aus aktivieren.

Eine Schlüsseltechnologie bildet dabei die Control-Tower-Software helyOS® (highly efficient online yard Operating System), die am Fraunhofer IVI mit dem Ziel entstand, autonome mobile Maschinen effizient zu entwickeln, zu testen und einzusetzen. Von kleinen bis hin zu großen Projekten fungiert helyOS® als zentraler Knotenpunkt für die Verbindung, Steuerung und Überwachung von Maschinenflotten über ein lokales Netzwerk oder die Cloud. Mit der Control-Tower-Software helyOS® lassen sich bereits Lkws und Landmaschinen vernetzen und automatisch steuern. Nun liefert der digitale Leitstand auch Missionen für Profi-Rasenmäher. 

Hochvolt-Megawatt-Ladesystem für Schwerlast- und Personenverkehr

3. Mai 2023

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Für eine erfolgreiche Verkehrswende spielt die Ladeinfrastruktur für den batteriebetriebenen Schwerlast- und Personenverkehr eine entscheidende Rolle. Damit steigen die erforderlichen Ladeleistungen und somit auch die Batterie- und Ladespannungen. Das Verbundprojekt »HV-MELA-BAT« unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE will daher die notwendigen leistungselektronischen Umrichter sowie ein Kontaktsystem für hohe Ströme und Spannungen entwickeln. Für volle Ladeleistung auch bei leistungsbegrenzten Netzanschlusspunkten soll ein Pufferspeicher sorgen. Projektpartner sind die Motion Control & Power Electronics GmbH, STS Spezial-Transformatoren Stockach GmbH, Mercedes-Benz Energy GmbH und das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI. 

Innerhalb des Forschungsvorhabens entwickelt das Fraunhofer IVI eine MCS-fähige halbautomatische Kontaktverbindung. Halbautomatisch bedeutet in diesem Fall, dass zunächst der Stecker manuell oder automatisiert in die Buchse eingeführt wird und erst danach eine Aktorik im inneren des Steckers den Kontakt in Form einer Stirnkontaktierung herstellt. Ergänzt wird das System durch eine Luftkühlung, die unter bestmöglicher Ausnutzung der Temperaturdifferenz direkt an der elektrischen Kontaktstelle wirkt.

Automotive Week Helmond: Zwischendemonstration im EU-Projekt MAGPIE

18. April 2023 | helyOS® übernimmt die Steuerung eines automatisierten Lkw

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Wie kann Logistik in Häfen mit Hilfe von sauberer Energie nachhaltiger gestaltet werden? Den Schlüssel liefern intelligente Lösungen im Bereich Digitalisierung und Automatisierung – wie das helyOS® Control Tower Softwareframework, mit dem sich Projekte der Yard Automation schnell implementieren lassen. Bei der Zwischendemo im Forschungsvorhaben MAGPIE – sMArt Green Ports as Integrated Efficient multimodal hubs – konnte das am Fraunhofer IVI entwickelte System wieder seine Wirksamkeit unter Beweis stellen. Beim Event im Rahmen der Automotive Week 2023 im niederländischen Helmond vom 16. bis 19. April wurde helyOS® mit Map-, Route- und Pfadplanungs-Microservices eingerichtet, um die Steuerung eines automatisierten DAF-Lkw zu übernehmen. Gemeinsam mit den MAGPIE-Partnern gelang die eindrucksvolle Demonstration – ein wichtiger Schritt auf dem europäischen Weg hin zu einem CO2-freien Transport in, zu und von Häfen bis zum Jahr 2050.

impactEES: Ein Programm zur umfassenden Kollisionsberechnung

18. April 2023 | Präsentation der Lösung auf der ESV 2023

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Auf der International Technical Conference on the Enhanced Safety of Vehicles (ESV) in Yokohama wurde das am Fraunhofer IVI entwickelte Programm impactEES zur Kollisionsberechnung vorgestellt. Die Software ist das Ergebnis langjähriger vorausgegangener Forschung im Bereich Unfallrekonstruktion und -simulation, die teils durch die ADAC Stiftung gefördert und überwiegend mit den Partnern Toyota Motor Europe, AUDI, Euro NCAP und ADAC Technikzentrum durchgeführt wurde.

impactEES schätzt auf Grundlage von Deformationsenergiemodellen (EES-Modelle) die Beschleunigungsverläufe von an Verkehrsunfällen beteiligten Fahrzeugen. Durch die zeitlich aufgelöste Simulation ist es möglich, sowohl Deformationen und Geschwindigkeiten als auch weitere technische Kollisionsschwereparameter zu berechnen. Diese sind wichtige Größen bei der Entwicklung und Bewertung zukünftiger Fahrzeugsicherheitssysteme. Durch den Einsatz von impactEES kann somit ein wichtiger Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit geleistet werden.

Fahrversuch: Autonomes Auto erkennt selbstständig die Gefahr

12. April 2023 | Erfolgreicher Test eines sicherheitskritischen Fahrszenarios

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Auf dem Testfeld »Erste Meile« in Ingolstadt hat der selbstfahrende Twizy ANTON ein typisches Fahrmanöver gemeistert. Damit ist ein weiterer Meilenstein im Bereich der kooperativen, vernetzten und automatisierten Mobilität (CCAM) erreicht. »Wir wollen zeigen, wie künftiger vernetzter und automatisierter Verkehr die Sicherheit erhöht. Die Infrastruktursensorik erkennt den Gegenverkehr und gibt dem Fahrzeug die Botschaft, ob die Straße frei ist und es ein Hindernis sicher umfahren oder ein vorausfahrendes Fahrzeug überholen kann«, sagte Professor Dr. Gordon Elger, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums »Vernetzte Mobilität und Infrastruktur« des Fraunhofer IVI.

Der Test wurde gemeinsam von Wissenschaftlern der Technischen Hochschule Ingolstadt und des Fraunhofer-Anwendungszentrums durchgeführt. Grundlage waren unter anderem die Ergebnisse des Forschungsprojekts IN2Lab, in dem ein System zur Absicherung automatisierter Fahrfunktionen durch eine Kombination aus Infrastruktursensorik, Car2X-Kommunikation und einer Mission-Control-Einheit entwickelt wird.

Fraunhofer-Leitprojekt ALBACOPTER® präsentiert sich der UAM-Community

29. März 2023 | Demonstratortreffen in Manching

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Das Fraunhofer-Leitprojekt ALBACOPTER® gehört zu den Forschungsvorhaben, die intern und extern eine große Aufmerksamkeit genießen. Nach zwei Jahren Laufzeit fand am 29. März 2023 in Manching bei Ingolstadt, einem Ort mit besonderem Umfeld und langjähriger Tradition im Bereich der Luftfahrt, ein Treffen statt, das den zahlreichen Gästen aus der Industrie gewidmet war. Im Fokus standen dabei die Themen Materialien und aerodynamische Strukturen, Energiespeicher- und Antriebstechnik, autonomes Fliegen sowie die Abbildung als digitaler Zwilling.

Anhand von Demonstratoren wurde der aktuelle Stand der Entwicklungen dem Fachpublikum aus den Bereichen Luftfahrt, autonome Mobilität, Energiespeicher und Sensorentwicklung sowie aus Urban-Air-Mobility-Netzwerken präsentiert. Neben spannenden Vorträgen und Diskussionen an den Exponaten hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Vision der Experimentalplattform des ALBACOPTER 0.5 und 1.0 mittels Virtual Reality greifbar zu erleben. 

Sensorbox zur skalierbaren Verkehrsanalyse in Rosenheim installiert

11. April 2023 | Projekt TraffIRNet betreibt Sensorvernetzung

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Innerhalb des Fraunhofer Cluster of Excellence Cognitive Internet Technologies CCIT arbeitet das Fraunhofer IVI im Projekt TraffIRNet gemeinsam mit internen Partnern an der Vernetzung von Sensoren zur skalierbaren Verkehrsanalyse. So entstand am Fraunhofer-Anwendungszentrum »Vernetzte Mobilität und Infrastruktur« in Ingolstadt auch eine Sensorbox zur Verkehrsanalyse und -optimierung mittels infrastrukturbasierter Sensorik. Letzten Monat erfolgte der Einsatz der Box an einer Straße in Rosenheim. Mit Hilfe des 5G-Bavaria-Automotive-Testbed wurde die Übertragung der Rohsensordaten untersucht.

Ausführlich beschrieben werden die Themen in einem Beitrag des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Design als integralen Bestandteil in Forschung und Entwicklung etablieren

10. März 2023 | Fraunhofer und TU Dresden weihen gemeinsames DesignLab in Dresden ein

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In seinen unterschiedlichen Disziplinen und Ausprägungen gewinnt Design für die Forschungsarbeit bei Fraunhofer zunehmend an Bedeutung. Um diesen Trend zu unterstützen, gründen stellvertretend für die Forschungsgesellschaft die drei Dresdner Fraunhofer-Institute IVI, IWS und IWU gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden das »DesignLab for Applied Research«. Dieses soll aus der sächsischen Landeshauptstadt heraus Designforschung mit allen Fraunhofer-Instituten national – und perspektivisch international – erbringen. Das DesignLab wurde am 8. März 2023 offiziell eröffnet.

Verkehrserziehung neu gedacht: Perspektivwechsel im Straßenverkehr dank VR

13. März 2023 | Ideen zur immersiven und interaktiven Verkehrserziehung jetzt im Fraunhofer-Magazin und im Podcast

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Rund 22 000 Kinder zwischen 6 und 15 Jahren wurden 2021 im Straßenverkehr verletzt. Seit mehreren Jahren arbeitet das Fraunhofer IVI daran, diese Unfallstatistik zum Besseren zu verändern. Dabei stehen insbesondere die Zehn- bis 15-Jährigen im Fokus – sie sind »die vergessene Altersgruppe« in der Verkehrserziehung. Um die Verkehrssicherheit bei Kindern und Jugendlichen zu verbessern und sie für die täglichen Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren, entwickelten die Forschenden am Institut die Fraunhofer IVI Accident Prevention School (FAPS). FAPS ist ein speziell auf Jugendliche ausgerichteter Präventionskurs, der durch echte Unfalldaten aus dem Schulumfeld der Kinder und den Einsatz neuer Technologien wie Virtual Reality nachhaltig wirksame Aha-Erlebnisse provozieren soll.

Der Artikel »Raus aus der Gefahrenzone« in der neuen Ausgabe des Fraunhofer-Magazins beleuchtet die Ansätze im Detail. Zudem erklären Verkehrspsychologin Nora Strauzenberg und Unfallforscher Dr. Christian T. Erbsmehl im aktuellen Fraunhofer-Podcast, welche Idee dahintersteckt, wie Kinder gefahrlos in die Perspektive von Lkw-Fahrern schlüpfen können und wie die Zusammenarbeit mit Schulen gelingen kann.

Sächsische Plattform simul+

31. Januar 2023 | Treffen mit regionalen Netzwerkpartnern am Fraunhofer IVI

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»Zukunft. ZUSAMMEN Bringen!« – so lautet das Credo der sächsischen Plattform simul+: Menschen vernetzen, um gemeinsam Visionen zu entwickeln und einen Mehrwert für sächsische Regionen zu erzielen.

Ganz in diesem Zeichen stand auch das simul+-Treffen am 31. Januar 2023 mit regionalen Netzwerkpartnern am Fraunhofer IVI. Nach ersten Begrüßungsworten des Sächsischen Staatsministers für Regionalentwicklung, Thomas Schmidt, stellte Institutsleiter Prof. Dr. Matthias Klingner das Fraunhofer IVI und dessen Forschungsfelder vor. Der Vortrag thematisierte zudem die Projekte AMSEL und Telewerk, die im Rahmen des simul+InnovationHubs durch das Sächsische Staatsministerium für Regionalentwicklung (SMR) unterstützt werden.

Im Anschluss nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit zum intensiven Austausch und diskutierten Themen wie die Stärkung der Innovationskultur, neue Wertschöpfungsquellen und zukünftige Stadt-Land-Kooperationen.

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Intelligente Drohnenkoordination für effiziente automatisierte Luftlogistik

16. Januar 2023 | Kick-off-Veranstaltung zum Projekt IDEALS in Ingolstadt

Um den städtischen Verkehr zu entlasten, setzen vor allem Lieferfirmen auf die dritte Dimension: den Transport mittels unbemannter Drohnen. Der Luftraum über den benötigten Start- und Landeplätzen – sogenannten Vertiports – muss ähnlich überwacht werden wie der eines großen Flughafens. Der Koordination eines solchen Flugbetriebs widmet sich das Forschungsvorhaben IDEALS – Intelligente Drohnenkoordination für effiziente automatisierte Luftlogistik.

Die Routen zukünftiger Transportnetze führen perspektivisch über Logistikzentren, die mit Vertiports zur Verladung der Luftfracht autonomer Drohnen ausgestattet sind. Dabei verursacht die begrenzte Kapazität der Vertiports einen Engpass in Form von hoher Drohnendichte in deren Luftraum. Dies erfordert eine automatische Koordination für sichere und effiziente Flüge. Als Vorstudie wird im Forschungsvorhaben IDEALS die kooperative Koordination in intelligenten Netzen multipler, heterogener und autonomer Transportdrohnen für den Start- und Landebetrieb an den Vertiports von Logistikzentren erforscht.

Das Projekt IDEALS wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt 99.924 Euro über eine Laufzeit von zwölf Monaten durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) gefördert.

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Verbundprojekt »HV-MELA-BAT«

12. Januar 2023 | Projektstart »Hochvolt-Megawatt-Ladesystem für Schwerlast- und Personenverkehr«

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Unterbodenladesystem

Unter Leitung des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE sollen im Verbundprojekt »HV-MELA-BAT« bis Juli 2025 leistungselektronische Umrichter sowie ein Kontaktsystem für hohe Ströme und Spannungen entwickelt werden. Projektpartner sind die Motion Control & Power Electronics GmbH, STS Spezial-Transformatoren Stockach GmbH, Mercedes-Benz Energy GmbH sowie das Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI.

Das Fraunhofer IVI bringt seine Kompetenzen im Bereich Kontaktsysteme in das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderte Forschungsvorhaben ein.

Bereits seit 2017 arbeitet das Institut unter dem Arbeitstitel »Unterbodenladesystem« an Lösungen für vollautomatisierte Ladesysteme zur schnellen Aufladung von Batterieelektrischen Energiespeichern. Im Jahr 2022 erfolgte eine Patentierung einer zugehörigen Systementwicklung unter dem Namen »Elektrische Kontakteinheit« (Hochleistungsstecker). Hierbei handelt es sich um eine halbautomatische Kontaktierungsvorrichtung, bei der die Zuführung von Stecker zu Buchse manuell oder automatisiert erfolgen kann, der eigentliche Kontaktierungsvorgang jedoch von einer Aktorik im Steckerinneren in Form einer Stirnkontaktierung ausgeführt wird. Im Projektverlauf soll der Technologieansatz für die Umsetzung der Projektziele durch Weiterentwicklung zu einem Demonstrator des »Mega-Charging-System«-Ladesystems qualifiziert werden.

Neue Publikation zur Interaktion von Kunst und Wissenschaft bei Fraunhofer

Buch »Art and Science by Fraunhofer« erschienen

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Buchreihe zu den Schwerpunkten Design, Architektur und Kunst bei Fraunhofer vollendet.

Bei Fraunhofer hat man erkannt, dass Kunst bei der Kommunikation wissenschaftlicher Ergebnisse eine wichtige Funktion haben kann. Sie kann zum Verständnis von Technologien und ihres Potentials für Wirtschaft und Gesellschaft beitragen, indem sie anschaulich und verständlich komplexe Inhalte transportiert. Hierzu braucht es Formate, die einen produktiven Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst ermöglichen. Fraunhofer hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, beide Disziplinen zum anregenden Diskurs einzuladen.

Das im November 2022 erschienene Buch »Art and Science by Fraunhofer« gewährt einen Einblick in die Bemühungen, diesem Austausch einen Kreativraum und gleichsam eine Bühne in der Fraunhofer-Gesellschaft zu verschaffen. Zahlreiche Beispiele aus verschiedenen Bereichen zeigen, wie das scheinbar Gegensätzliche zwischen Wissenschaft und Kunst sich beiderseits bedingt und sich die Möglichkeit bietet, wissenschaftliche Inhalte aus einer neuen Perspektive heraus zu betrachten.

Die Publikation beschließt als dritter Band eine Buchreihe, die sich mit Ästhetik und Funktionalität in den Schwerpunkten Design, Architektur und Kunst auseinandersetzt. »Designed by Fraunhofer«, der erste Band, zeigt anhand vielfältiger Projektbeispiele, dass Design zum integralen Bestandteil der Forschungsarbeit gehört. Der zweite Band »Architecture by Fraunhofer« widmet sich nicht nur den Fraunhofer-Forschungsbauten von den frühen Anfängen bis zur Gegenwart, sondern auch der spannenden Frage: Wie werden die Gebäude wahrgenommen? Das vorliegende Buch steht nun ganz im Zeichen des Spannungsverhältnisses zwischen Wissenschaft und verschiedenen Kunstformen.

Das Projekt wurde innerhalb des Rahmenprogramms des Fraunhofer-Netzwerks »Wissenschaft, Kunst und Design« gefördert.

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