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Datenzentrierte Lösungen für die Mobilität der Zukunft

25. Januar 2022

© Fraunhofer IVI

Am 25. Januar 2022 fand das Kick-off zur Projektfamilie »GAIA-X 4 Future Mobility« als virtuelles Event statt. Unter Leitung des DLR-Instituts für KI-Sicherheit entwickeln 80 Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft in aktuell fünf Forschungsvorhaben Grundlagen für eine intelligente Verkehrsinfrastruktur, fahrzeugtechnologische Konzepte und industrielle Anwendungen.

Gemeinsam mit den Fraunhofer-Instituten IPK, FIT und ISST gestaltet das Fraunhofer IVI im Rahmen der neuen Projektfamilie aktiv das zukünftige Gaia-X Datenökosystem anhand verschiedener Anwendungsfälle zu automatisierten und vernetzten Mobilitätsdiensten mit. Dabei bringt das Institut seine Expertise und Technologien aus dem Mobility Data Space und zu vernetzter automatisierter Mobilität in die nachfolgenden Gaia-X Projekte ein und entwickelt u. a. für die definierten Anwendungsfälle neue Gaia-X Dienste und Subsysteme für die entstehenden Gaia-X Datenräume.

In »GAIA-X 4 AMS – Advanced Mobility Services« entwirft und entwickelt das Fraunhofer IVI neben grundlegenden Gaia-X Basisarchitekturen und Referenzdiensten Data Apps für das Monitoring der Operational Design Domains automatisierter Mobilitätsdienste sowie die Unterstützung selbstfahrender Fahrzeuge durch technische Aufsichten in Sondersituationen wie der Bildung von Rettungskorridoren.

In »GAIA-X 4 ROMS – Support und Remote-Operation automatisierter und vernetzter Mobility Services« ist das Fraunhofer IVI insbesondere in der Konzeption und Entwicklung von Gaia-X Diensten für die Remote-Operation fahrerloser Mobilitätslösungen im Öffentlichen Verkehr aktiv.

In »Gaia-X 4 PLC-AAD – Product Life Cycle - Across Automated Driving« unterstützt das Fraunhofer IVI u. a. die Entwicklung, den Test und den Betrieb automatisierter Fahrfunktionen sowie das Zusammenwirken dieser Systeme mit deren digitalen Zwillingen über die Entwicklung von Gaia-X Diensten zur Einbindung und variablen Verknüpfung von Szenarienkatalogen, digitalen hochgenauen Karten sowie Simulations- bzw. Realdaten.

MePol – moderne Kommunikation und Einsatzführung bei der Polizei

© Fraunhofer IVI

Das Fraunhofer IVI entwickelt mit dem Polizeiverwaltungsamt (PVA) Sachsen seit 2019 ein neuartiges Messengersystem – MePol – für den Regeldienst der Polizei. Dabei handelt es sich um eine ganzheitliche Kommunikationssoftware für den sicheren Datentransport polizeilicher und datenschutzrelevanter Informationen. Die Forschung und Entwicklung erfolgt in unmittelbarer Kooperation mit den Anwendern, so dass die Technologie frühzeitig in die Praxis überführt werden konnte.

Zu den Kernfunktionalitäten gehören: einsatzbezogener Nachrichtenaustausch, Ablage für digitale Einsatzunterlagen, intelligente Algorithmen für den optimalen Kräfte- und Mitteleinsatz, Rollen- und Rechtemanagement u. v. m. Die entwickelte komplexe Technologie ist flexibel und beinhaltet zahlreiche miteinander vernetzte Komponenten wie Server, Browserzugänge und mobile Apps./p>

Mehrere Tausend Polizisten in Sachsen nutzen bereits täglich MePol bei Alltagseinsätzen und Großlagen. Die Akzeptanz ist sehr hoch und das System für die Anwender mittlerweile unverzichtbar. Gleichzeitig wird MePol auf der Grundlage der Erfahrungen und einsatztaktischen Anforderungen der Polizeibeamten permanent weiterentwickelt. Mit der diesjährigen Überführung in die neuaufgebaute Polizeicloud wird eine weitere wichtige Etappe erreicht.  

MePol hat bereits bundeweit Interesse geweckt. Ziel der sächsischen Polizei ist es, das System in Deutschland als Standard zu etablieren.

Zukunftsinitiative simul+ des Sächsischen Staatsministeriums für Regionalentwicklung veröffentlicht neuen Podcast

5. Januar 2022

© Fraunhofer IVI
Interview mit Prof. Dr. Matthias Klingner

Vernetzt in Stadt und Land

 »Ein Vordenker der Vernetzung ist Prof. Dr. Matthias Klingner, Chef des Fraunhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme. Dort tüftelt er mit mehr als 100 Forschenden u. a. an Schnellladesystemen für E-Autos und entwickelt eine Drohne für die Erprobung der Urban Air Mobility. Im Gespräch mit unserem Moderator Stephan Bischof erklärt Prof. Dr. Matthias Klingner, wie eine nachhaltige Mobilität im ländlichen Raum aussehen könnte und warum dort die Entwicklung sogar schneller voranschreiten könnte als in den Städten.«