DAK - Dresdner Automatisierungstechnische Kolloquien

Tradition im Wandel der Zeit

Getragen vom Fraunhofer IVI sowie Instituten der Elektrotechnischen Fakultät der TU Dresden hat sich das Dresdner Automatisierungstechnische Kolloquium mit seiner mehr als 20-jährigen Tradition als eine anspruchsvolle Veranstaltungsreihe etabliert.

Das Spektrum der angebotenen ingenieurwissenschaftlichen Themen ist weit und reicht von grundlagenorientierter Regelungs- und Systemtheorie über automatisierungstechnische Praxis, Mechatronik, Sensorentwicklung, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik bis hin zu interessanten anwendungsorientierten Vorträgen.

Vorträge renommierter Fachkollegen bilden den Mittelpunkt der regelmäßigen Veranstaltungen. Dazu kommen Beiträge aus den beteiligten Instituten. Die Bedeutung des DAKs, eine fachspezifische Kommunikationsplattform für Universitätsinstitute, Hoch- und Fachschulen, außeruniversitäre Forschungsinstitute, Ingenieur- und Industrieunternehmen der Region zu bilden, wird damit gestärkt.

 

292. Kolloquium

Montag, 4. Februar 2019, 13 Uhr

Dr.-Ing. Bernd Hofmann

Landesverein Sächsischer Heimatschutz e. V.

Altstraßen in Sachsen

 

Kurzfassung / Abstract

Bereits im Mittelalter und in der Antike erstreckte sich der Austausch von Gütern, Personen und Ideen teilweise bereits über Tausende von Kilometern. Diese Kommunikation konnte, von Wasserstraßen abgesehen, in weit überwiegendem Maße nur auf dem Landweg erfolgen. Hoch entwickelte Verkehrssysteme sind aus der römischen Antike und - mit Einschränkungen - aus dem europäischen Mittelalter bekannt. Allerdings fehlen meist Hinweise auf Abmessungen der zum Einsatz gekommenen Fahrzeuge, insbesondere auf deren Spurweite. Für die Spurweiten waren im Altertum über lange Zeiträume und große Gebiete einheitliche Maße erforderlich und üblich. Diese Maße leiteten sich aus der sog. Palmi-Skala ab, die auf einem natürlichen Grundmaß, dem antiken römischen Fuß basierte. In Mitteleuropa haben sich Reste prähistorischer Straßen in Form von Hohlwegen erhalten, besonders in Hanglagen alter Wälder. Verlaufen die Hohlwege in festem Gestein, ist die Spurweite der einstmals darin verkehrenden Fahrzeuge auf einfache Weise bestimmbar, sofern sich eindeutige Spurrillen erhalten haben. Sind die Hohlwege dagegen in humosem Untergrund erhalten, ist die Spurweite nicht direkt messbar. Für solche sog. Mulden-Hohlwege werden im Beitrag eine neue geometrische Methode und eine einfache Mess-Apparatur vorgeschlagen, mit deren Hilfe die Bestimmung der Spurweiten ohne aufwendige archäologische Ausgrabungen möglich ist. Aus der Spurweite der Fahrzeuge lassen sich Hinweise auf den Nutzungszeitraum und die Nutzungsart der Altstraßen ableiten. In Verbindung mit der Burgenforschung kann die Altstraßenforschung wichtige Hinweise auf die Art und die Richtung von materiellen und kulturellen Strömungen und deren zeitliche Zuordnung geben, auch über heutige Staats- und Ländergrenzen hinweg. Deshalb geht von der Beschäftigung mit dieser Thematik eine gewisse, schwer zu beschreibende Faszination aus.

 

 

Organisatorisches

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet jeweils 13 Uhr im

Konferenzraum des Fraunhofer IVI Dresden, Zeunerstraße 38, 01069 Dresden

statt.

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Die Einladung erfolgt per E-Mail. Interessenten können sich über

Elke Sähn, Gruppenleiterin »Kommunikation und Design«,
Telefon +49 3 51 4640-612,
presse@ivi.fraunhofer.de

in den Verteiler eintragen lassen.

Veranstalter