DAK - Dresdner Automatisierungstechnische Kolloquien

Tradition im Wandel der Zeit

Getragen vom Fraunhofer IVI sowie Instituten der Elektrotechnischen Fakultät der TU Dresden hat sich das Dresdner Automatisierungstechnische Kolloquium mit seiner mehr als 20-jährigen Tradition als eine anspruchsvolle Veranstaltungsreihe etabliert.

Das Spektrum der angebotenen ingenieurwissenschaftlichen Themen ist weit und reicht von grundlagenorientierter Regelungs- und Systemtheorie über automatisierungstechnische Praxis, Mechatronik, Sensorentwicklung, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik bis hin zu interessanten anwendungsorientierten Vorträgen.

Vorträge renommierter Fachkollegen bilden den Mittelpunkt der regelmäßigen Veranstaltungen. Dazu kommen Beiträge aus den beteiligten Instituten. Die Bedeutung des DAKs, eine fachspezifische Kommunikationsplattform für Universitätsinstitute, Hoch- und Fachschulen, außeruniversitäre Forschungsinstitute, Ingenieur- und Industrieunternehmen der Region zu bilden, wird damit gestärkt.

294. Kolloquium

Montag, 3. Juni 2019, 13 Uhr


Verena Neisen, M. Sc.
RWTH Aachen, Institut für Regelungstechnik

Hierarchische modellprädiktive Regelung eines stationären Wasserstoff-Batterie-Hybridsystems

 

Kurzfassung / Abstract

Hybride Speichersysteme, bestehend aus Akkumulator und Wasserstoffspeicher mit Brennstoffzelle und Elektrolyseur, vereinen die Vorteile der Technologien hinsichtlich Effizienz und Kapazität. Damit können sie ökonomisch effizient zur Reduktion der stark fluktuierenden Einspeisung von Wind- und Photovoltaikenergie beitragen. Der Vortrag fokussiert sich auf einen hierarchischen Regelungsentwurf für derartige Hybridsysteme. Die Regelungshierarchie wird anhand der stark unterschiedlichen Zeitskalen des Systems motiviert, die sich vom Nanosekundenbereich auf Zellebene bis hin zu einem Tag für Verbrauchsprognosen erstrecken.

Besonderer Fokus liegt auf der obstersten Regler-Ebene.  Mithilfe einer ökonomischen modellbasierten prädiktiven Regelung wird die Betriebsführung im Hinblick auf hohe Gesamteffizienz und lange Lebensdauer realisiert.  Herausforderungen ergeben sich dabei durch komponentenabhängige Minimalleistungen, Startenergien und  weitere Nichtlinearitäten. Die Wahl des Optimierungsverfahrens in der Regelung ist diesbezüglich von zentraler Bedeutung und beeinflusst maßgeblich den Kompromisses zwischen erforderlicher Rechenzeit und der erzielbaren Modellgenauigkeit. Verglichen werden daher Verfahren zunehmenden Detaillierungsgrades: Linear Programming (LP), Mixed-Integer Linear Programming (MILP) und Mixed-Integer Quadratic Constraint Programming (MIQCP).

Organisatorisches

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet jeweils 13 Uhr im

Konferenzraum des Fraunhofer IVI Dresden, Zeunerstraße 38, 01069 Dresden

statt.

Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.

Die Einladung erfolgt per E-Mail. Interessenten können sich über

Elke Sähn, Gruppenleiterin »Kommunikation und Design«,
Telefon +49 3 51 4640-612,
presse@ivi.fraunhofer.de

in den Verteiler eintragen lassen.

Veranstalter