ZEFES ist eine vierjährige Innovationsinitiative, deren Ziel es ist, neun Langstrecken-Lkw-Konfigurationen – sowohl batterieelektrische (BEV) als auch brennstoffzellenelektrische (FCEV) – in strategischen TEN-T-Korridoren in den realen Betrieb zu bringen. Durch die Integration der Fahrzeugtechnologieentwicklung mit Betriebsversuchen in aktiven Logistikumgebungen soll das Projekt solide Erkenntnisse über Leistung, Skalierbarkeit und kosteneffiziente Einsatzmöglichkeiten für den emissionsfreien Güterfernverkehr gewinnen.
Am 25. Februar 2026 brachte das ZEFES-Konsortium Branchenführer und Interessengruppen bei ECS Zeebrugge zu einem speziellen Symposium mit dem Titel »Wir feiern einen Meilenstein in der Elektrifizierung des intermodalen grenzüberschreitenden Güterfernverkehr« zusammen. Die Veranstaltung diente der Darstellung der wichtigsten Fortschritte des EU-Projekts ZEFES, das darauf abzielt, die Dekarbonisierung des Fern- und grenzüberschreitenden Güterverkehrs durch den groß angelegten Einsatz und die Erprobung emissionsfreier Schwerlastfahrzeuge mit Megawatt-Ladeleistung zu beschleunigen.
Das von Procter & Gamble (P&G) in Zusammenarbeit mit ECS veranstaltete Symposium brachte Logistikunternehmen, Technologieanbieter, Fahrzeughersteller, Infrastrukturentwickler und politische Entscheidungsträger zusammen, um die Bereitschaft Europas für den elektrifizierten Schwerlastverkehr zu untersuchen. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich aus erster Hand über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren und eine Reihe von technischen Vorführungen anzuschauen.
Das Projektupdate umfasste:
- Überblick über die ZEFES-Demonstrationen in ganz Europa
- Fahrzeugtechnologien, Prime Mover und Second Mover
- digitale Plattform zur Unterstützung von emissionsfreien Schwerlastfahrzeugen (ZE-HDVs) im täglichen Betrieb
- batterieelektrische Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 64 Tonnen
- Megawatt-Ladesystem (MCS) mit einer Ladeleistung von bis zu 1,2 MW
- Konfigurationen des Electric European Modular System (EMS) zur Unterstützung von Frachttransporten mit hoher Kapazität
- batteriebetriebener Dolly, der konzipiert ist für die Reichweitenverlängerung in elektrischen EMS-Konfigurationen, die Hybridisierung herkömmlicher Lkw-Duotrailer-Kombinationen sowie den automatisierungsfähigen Standalone-Betrieb auf Umschlagplätzen.
Diese Demonstrationen veranschaulichten bedeutende Fortschritte bei der Überwindung operativer Hindernisse für den elektrifizierten Fernverkehr, insbesondere in Bezug auf Hochleistungsladen, Fahrzeuggewicht und automatisierte Umschlagplatzlogistik. Für den Handelssektor bot die Veranstaltung konkrete Einblicke, wie emissionsfreie Technologien in komplexe intermodale Lieferketten integriert werden können.
Als Partner des ZEFES-Projekts präsentierte das Fraunhofer IVI einen elektrischen Konverter-Dolly (e-Dolly), der die effiziente Handhabung langer EMS-Fahrzeugkombinationen auf Umschlagplätzen und Terminals ermöglicht. Durch die Aufteilung der Fahrzeugkombination kann der E-Dolly einen angehängten Sattelauflieger unabhängig vom Zugfahrzeug (automatisch) manövrieren. Dadurch kann das System innerhalb der bestehenden Infrastruktur betrieben werden, die derzeit für konventionelle Sattelzugmaschinen-Sattelauflieger-Kombinationen ausgelegt ist. Auf öffentlichen Straßen unterstützt der e-Dolly die Elektrifizierung langer EMS-Fahrzeugkombinationen, insbesondere bei anspruchsvollen Einsatzprofilen.