Prüfkapazitäten und Equipment

Prüfstand für Hochstromkontakte

Neben der Auswahl einzelner Zellen sind in einem Batteriesystem auch die stromführenden Verbindungsteile von großer Bedeutung für einen sicheren und verlustarmen Betrieb. Zur Charakterisierung solcher Verbindungselemente steht dem Fraunhofer IVI ein eigens dafür konzipierter Prüfstand zur Verfügung, der es bspw. erlaubt, die Widerstände neuartiger Schweißverbindungen oder von Zellverbindern im Allgemeinen zu messen und zu charakterisieren. Dazu können Ströme von bis zu 3000 A eingeprägt und Widerstände auf bis zu 5 µOhm genau bestimmt werden. Neben der reinen Widerstandsermittlung können auch die Entwicklung von Hotspots und die Wärmeabstrahlung insgesamt durch Infrarotthermografie untersucht und in die Bewertung der Strombelastbarkeit einbezogen werden.

Darüber hinaus lassen sich der gesamte Prüfablauf und die zu erfassenden Messgrößen speziell auf Kundenbedürfnisse hin anpassen.

Daten des Prüfstands

  • Stromübertragung bis zu 3000 A
  • Abbildung realitätsnaher, dynamischer Lastgänge
  • Abtastrate der Steuer- und Messsignale 400 Hz - 220 kHz
  • Kontaktwiderstände auf bis zu 5 μΩ genau messbar (nach der Methode der 4-Leiter-Messung)
  • automatische Messdatenerfassung über LabView und NI-Hardware 

Realisierbare Prüfbedingungen

  • thermografische Überwachung des Versuchs
  • automatisierte Messreihen (Zyklen, Impulse etc.)
  • freie Gestaltung der Prüfpläne

Messtechnik im Prüfstand

  • analoge Spannungsmessung
  • Strommessung (Durchsteckwandler oder Shunt)
  • Messung von Kräften (2 Kraftmessdosen) bis max. 1000 N
  • Temperaturmessung (PT100)
  • Messung des spezifischen (elektrischen) Widerstandes metallischer Werkstoffe